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Dein Garten im Wandel der Jahreszeiten

Die Eisheiligen

Wer oder was sind die Eisheiligen eigentlich?

Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius und Sophie – so heißen die Schreckgespenster der Hobbygärtner, die sich mit keiner Vogelscheuche vertreiben lassen. Bei den Fünfen handelt es sich um Heilige, deren Namenstage ungefähr Mitte Mai liegen. Metereologisch sind zu diesem Zeitpunkt im Jahr in unseren Breiten die letzten Nachtfröste zu erwarten. Wegen des Zusammenfalls von Wetterbedingungen und Namenstagen, wird diese Periode die „Eisheiligen“ genannt. Die Eisheiligen stellen eine gute Eselsbrücke dar, nach der du dich richten kannst, wenn deine Pflanzen keine Frostschäden erleiden sollen – es empfiehlt sich für das Auspflanzen mancher Kulturen, das Datum abzuwarten, an dem die Eisheiligen vorbei sind.

Nicht jedes Gemüse ist so frosthart wie der Kohl

Spätfröste schädigen deine Pflanzen - Warten zahlt sich aus

Weil die Temperaturen einen entscheidenden Einfluss auf die Keimung und das Wachstum des gesäten Gemüses haben, ist es wichtig, die Spätfröste der Eisheiligen abzuwarten, bevor du Gemüse säst oder Jungpflanzen ins Freiland setzt. Wenn Samen Frost abbekommen, setzt die Keimung nicht wie erwartet oder nur sehr verlangsamt ein. Bereits gekeimte, kälteempfindliche Sorten können Schaden nehmen, wenn die Temperaturen tiefer als vier Grad sinken.

Wir empfehlen dir deshalb, die Wetterlage zur Pflanzzeit besonders im Auge zu haben und frostempfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen oder auch erst Ende Mai, in den Boden zu bringen, damit diese gesund wachsen können und keine Kälteschäden erleiden. Für Ungeduldige ist der Anbau im Gewächshaus empfehlenswert. Solltest du in einer klimatisch milden Region leben und die Temperaturen sind schon konstant warm, kannst du vorgezogene Pflanzen, die du nach Möglichkeit schon zu Hause abgehärtet hast, für kalte Nächte mit einem Kulturschutznetz oder Vlies schützen – abwarten ist jedoch der sichere Weg.

2021 finden die Eisheiligen an diesem Datum statt:

11. bis 15. Mai 2021

  • 11. Mai: Mamertus
  • 12. Mai: Pankratius
  • 13. Mai: Servatius
  • 14. Mai: Bonifatius
  • 15. Mai: Sophia ("Kalte Sophie")

Nicht immer ist das Datum entscheidend

Wirklich entscheidend für unsere "Eisheiligen" sind genau genommen aber nicht der Kalender oder gar die Heiligen selbst, die unsere Beete verfluchen, sondern die Tage, an denen mit einer sogenannten N/NO-Wetterlage zu rechnen ist. Diese Wetterlage bringt Kaltluft aus dem Norden zu uns, und somit eventuelle Nachtfröste. In der Regel ist dies die letzte Kaltfront vor dem Sommer.

Auch in diesem Jahr finden die "Eisheiligen" kalendarisch vom 11. - 15. Mai statt.

Hintergrund der Eisheiligen

Die jahrhundertelangen Beobachtungen des Wetters und der Witterung durch die Landwirte sind der Ursprung der sogenannten "Eisheiligen", die auch die "gestrengen Herren" oder "Eismänner" genannt werden, wiewohl die kalte Sophie, die letzte Heilige in der Reihe, eine Frau ist.
Bei den "Eisheiligen" wird im Mai Bischöfen und Märtyrern aus dem 4. und 5. Jahrhundert gedacht (Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie).

Kalendarisch finden die "Eisheiligen" in der Regel Mitte Mai statt.

Bei der Übertragung der uralten Aufzeichnungen auf den heute angewendeten, gregorianischen Kalender wurden die Gedenktage allerdings unverändert übernommen, so dass sie eigentlich erst einige Tage später stattfinden müssten. Statistisch sind dies die Tage vom 23. - 27. Mai.

 

Nicht immer ist das Datum entscheidend

Wirklich entscheidend für unsere "Eisheiligen" sind jedoch nicht die Kalender oder gar die Heiligen, sondern die Tage, an denen mit einer N/NO-Wetterlage zu rechnen ist. Diese Wetterlage bringt nämlich Kaltluft aus dem Norden zu uns, und somit eventuelle Nachtfröste. In der Regel ist dies dann aber auch die letzte Kaltfront vor dem Sommer.

Bei diesen Sorten solltest du warten

Diese Pflanzen kannst du vorziehen und ab frühestens Mitte Mai auspflanzen:


Diese Pflanzen solltest du mit einem Vlies schützen, wenn sie bereits gekeimt sind

Hintergrund der Eisheiligen

Die jahrhundertelangen Beobachtungen des Wetters durch die Landwirte sind der Ursprung des Begriffes der "Eisheiligen". Sie werden auch die "gestrengen Herren" oder die "Eismänner" genannt werden, obwohl die letzte im Bunde, die „kalte Sophie“ natürlich eine Frau ist. 

Bei den "Eisheiligen" wird Bischöfen und Märtyrern aus dem 4. und 5. Jahrhundert gedacht. Kalendarisch finden die "Eisheiligen" in der Regel Mitte Mai statt.

Bitte beachten – der Zug hat leichte Verspätung

Bei der Übertragung der alten Aufzeichnungen auf den heute angewendeten, gregorianischen Kalender wurden die Gedenktage unverändert übernommen. Dabei wurde die Lage der Eisheiligen ein wenig verfälscht. Unserem heutigen Kalender nach müssten die Eisheiligen daher sogar ein wenig später liegen, als sie eingetragen werden. Das Wetterphänomen lässt sich statistisch nachweisen und und liegt in den Tagen vom 23. - 27. Mai.

Kluge Frage für alte Hasen

Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Eisheiligen aus?

Die Statistiken zeigen, dass das Wetterphänomen später Fröste im Mai trotz des Klimawandels zu beobachten sind. Die gefürchteten Frostperioden fallen zwar seit fünfzig Jahren etwas kürzer oder in manchem Jahr sogar völlig aus, dennoch bleiben die Eisheiligen als Markierung für den Pflanzzeitpunkt deines Gemüses immer noch relevant.

Bauernregeln

Pankratz macht erst dem Sommer Platz.
Vor Servaz kein Sommer, nach Servaz kein Frost.
Pflanze nie vor der kalten Sophie.

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