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Gemüse ABC

meine ernte bietet bundesweit bepflanzte Gemüsegärten zum Mieten an. Hier im Gärtnerwissen erhälst Du wertvolle Tipps, die Du direkt in Deinem eigenen Garten oder im Miet-Gemüsegarten umsetzen kannst:

Ackerbohne

Die Ackerbohne hat viele Namen. Man kennt sie auch als Saubohne, Favabohne, dicke Bohne, Pferdebohne, Viehbohne, Faberbohne und Puffbohne. Und trotzdem ist sie gar keine Bohne, sondern gehört zu den Wicken.

Nach Einführung der Busch- und Stangebohnensorten wurde sie fast nur noch als Tierfutter angebaut, regional, beispielsweise in Westfalen und Norddeutschland, erfreut sie sich jedoch nach wie vor großer Beliebtheit.

Aussaat & Pflanzung

Ackerbohnen bevorzugen einen warmen, sonnigen Platz und Böden mit hohen Wasserspeicherkapazitäten. Die Bohnensaat erfolgt als Direktsaat ins Beet bei frostfreiem Klima ab 3° C von Februar bis April.

Wenn der Boden warm genug ist, werden die Bohnensamen 6 - 10 cm tief in den Boden gelegt. Die tiefe Aussaat sorgt für eine gute Standfestigkeit der Pflanze. Der optimale Pflanzabstand beträgt 20 x 20 cm. Du kannst Bohnen auch als Jungpflanze direkt ins Freie pflanzen. Setze die Pflanze im ähnlichen Pflanzabstand in den Boden.

Alter Hase-Tipp für erfahrene Gärtner
Als Mischkultur Milpa war es schon den Mayas bekannt, die „Drei Schwestern“ Mais, Stangenbohnen und Kürbis zusammen anzubauen. Die Bohnen ranken am Mais und versorgen den Boden mit Stickstoff, der vom Kürbis bewachsen und schattiert wird. Der Mais benötigt dafür aber einen Vorsprung und sollte ab Anfang April geschützt vorgezogen werden, die Bohnensorte sollte nicht so hochwachsend sein.


Du möchtest Dein Gemüse selbst aussäen?

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Pflege

Um den Pflanzen etwas Schutz zu geben und einen Krankheitsbefall zu reduzieren, kannst Du die Jungpflanzen anhäufeln. Das bedeutet, dass Du mit beiden Händen die Erde zur Pflanze hin zu einem niedrigen Wall leicht hochdrückst. Die Pflanze wird so stabilisiert. Sobald die Bohne zu blühen beginnt, benötigt sie mehr Wasser. Der Boden sollte nun nicht mehr austrocknen. Zudem solltest Du der Ackerbohne eine Stütze in Form eines Stabes oder Stocks anbieten, an den Du sie anbindest.

Ernte

Ackerbohnen sind etwa 100 Tage nach der Aussaat erntereif. Ob Du die Bohnen ernten kannst, stellst Du fest, indem Du eine einzelne Bohne einfach einmal durchbrichst: wenn die Bohne glatt durchbricht und die Bruchstelle grün und saftig ist, ist der ideale Zeitpunkt zum ernten. Du erkennst dies auch an kleinen Ausbuchtungen, die durch die einzelnen Bohnen in der Hülse entstehen.

Pflücke die Hülsen, indem Du diese mit den Fingern einfach abknipst.

Vor dem Verzehr puhle die Bohnen aus den Hülsen, die bei der Ackerbohne nicht mitgegessen werden. Das kannst du entweder vor dem Kochen oder nachher machen und die Bohnen mit etwas Salz und Butter genießen.

Übrigens können auch die jungen Blätter der Ackerbohne verzehrt werden und ergänzen einen sommerlichen Salat mit ihrem leicht bohnigen Geschmack.

Für eine längere Lagerung empfiehlt sich das Trocknen oder Einfrieren der Bohne. Für die Trocknung werden ein paar schöne Hülsen an der Pflanze erst sehr spät gepflückt und die Bohnen ohne Hülse an einem trockenen und dunklen Ort ausgebreitet. Die getrockneten Bohnen können gut in Schraubgläsern aufbewahrt werden und sogar als Saatgut für die nächste Saison dienen. Eingefroren hält sich die enthülste Bohne über viele Wochen.

Aufbewahrung

Bohnen solltest Du schnell verarbeiten. Im Kühlschrank kann man sie einige Tage aufbewahren, wenn man sie in der Schote lässt und erst kurz vor dem Verzehr puhlt.

Krankheiten und Schädlinge

Schnecken fressen gerne die Jungpflanzen. Des Weiteren können Blattläuse und Mehltau auftreten. Wie Du diesen vorbeugen kannst, kannst Du im Fachartikel Mehltau nachlesen. Ab Ende Mai können zudem Grauschimmel, die Brennfleckenkrankheit und die Schokoladenfleckenkrankheit auftreten.

Nährstoffe

Ackerbohnen haben einen hohen Gehalt an wertvollem Protein und können gut als Ersatz für tierische Produkte eingesetzt werden. Außerdem liefern sie B-Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Magnesium.

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