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Gemüse ABC

Sellerie


Sellerie ist ein gesundes, vitaminreiches Gemüse, das vielseitig eingesetzt werden kann. Man unterscheidet zwischen dem Knollensellerie und dem Stangensellerie, bei dem der oberirdische Teil der Pflanze verwendet wird.
Es handelt sich jedoch bei den beiden Varianten nicht um ein und dieselber Pflanze, sondern es kommen unterschiedliche Züchtungen zum Einsatz.

 

Standort & Boden

Ob rund oder lang, Sellerie braucht viele Nährstoffe

Knollensellerie zählt zu den Starkzehrern, weshalb er tiefgründige und nährstoffreiche Erde liebt. Er bevorzugt, der im vorigen Jahr Herbst mit reichlich Kompost oder Mist gedüngt wurde.

Auch Stangensellerie solltest du auf nährstoffreichen Boden pflanzen. Stangensellerie ist anspruchsvoller als sein knubbeliger Bruder. Der Boden sollte gute Wasserhalteeigenschaft besitzen.

Während Knollensellerie sich in sonnigen Lagen wohl fühlt, bleibt Stangensellerie zarter, wenn die Stangen vor Licht geschützt werden.

Knollensellerie
Der verdickte Spross des Knollenselleries

Aussaat & Pflanzung

Vorziehen ab März, ins Freiland ab Mai

Die Sellerieaussaat erfolgt früh im Jahr, da Sellerie relativ langsam wächst. Spätestens Anfang März sollte man mit der Anzucht des Selleries zu Hause beginnen. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei Sellerie um einen Lichtkeimer handelt, das Saatgut also nicht mit Erde bedeckt wird.

Um eine ausreichende und kontinuierliche Feuchtigkeit zu gewährleisten, empfehlen wir die Töpfchen mit einer Folie abzudecken, bis sich das erste Grün zeigt.
Du kannst den Sellerie entweder direkt in kleine Töpfe säen, oder du verwendest eine Aussaatschale, aus der du die Keimlinge vereinzelst, sobald diese die ersten Laubblätter ansetzen.

Die Auspflanzung ins Beet erfolgt im Mai mit einem Reihenabstand von 40 cm, der Pflanzabstand sollte mindestens 35 cm betragen. Dabei ist es wichtig, dass die Pflanze nicht zu tief gepflanzt wird.

  • Saattiefe: Lichtkeimer
  • Pflanzabstand: 30 cm, Reihenabstand: 45 cm
  • Guten Nachbarn: Spinat, Buschbohnen, Gurken, Kohl, Lauch, Tomaten, Kohlrabi
  • Schlechte Nachbarn: Kartoffeln, Kopfsalat, Mais
  • Vorziehen: März, April bei mind. 10-15 Grad
  • Auspflanzen ins Beet: Mai und Juni
  • Direktsaat ab: -
  • Keimdauer: 14 Tage 
  • Kulturdauer/Erntereif:  Stangensellerie: Juli bis Oktober, Knollensellerie: September bis März
Knollensellerie Jungpflanze
junger Knollensellerie, der schon ins Beet ausgepflanzt wurde


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Pflege & Düngung

Einmal hacken spart dreimal Gießen

Der Boden um die Sellerie-Pflanzen sollte zu Beginn regelmäßig gelockert und grundsätzlich unkrautfrei gehalten werden. Dünge ruhig hin und wieder nach, etwa mit Brennnesseljauche

Vor allem Stangensellerie benötigt eine kontinuierliche Wasserversorgung. Mulche daher am besten den Boden um die Pflanze, da eine Mulch-Schicht gut die Feuchtigkeit speichert.

Alter Hase-Tipp für erfahrene Gärtner

Damit die Sellerieknolle schön hell wird, können die Pflanzen in der ersten Zeit mit einer leichten Salzlösung gegossen werden, da Sellerie im Gegensatz zu allen anderen Pflanzen Salz recht gut verträgt. Achte darauf, ausschließlich die Knollenselleriepflanzen zu gießen. Alle anderen Pflanzen gehen ein.

Hat die Knolle die Größe einer Walnuss erreicht, wird die Erde im oberen Drittel der Knolle abgetragen, so dass diese freiliegt. Das regt das Wachstum der Knolle an.

Grünohr-Tipp

Die Stangen des Stangenselleries werden zarter, wenn sie kein Licht bekommen. Du kannst entweder lichtdichte Kragen um die Pflanzen anbringen oder diese regelmäßig anhäufeln.

Ernte

Knollensellerie

Ziehe die Knolle, die mindestens tennisballgroß geworden ist, einfach am Lauf aus der Erde, und schneide die Wurzeln mit einem scharfen Messer entlang der Frucht ab. Du kannst die Knollen jedoch auch bis Oktober weiter wachsen lassen. Eine Ernte ist bis in den späten Herbst problemlos möglich.
Wasche die Knolle nicht ab, damit sie besser lagerfähig ist. Feuchtigkeit fördert einen möglichen Pilzbefall nach der Ernte.

Stangensellerie

Sobald die oberirdischen Selleriestangen groß genug geworden sind, kannst du diese entweder von außen nach innen von der Pflanze abbrechen, oder du schneidest das gesamte Grün oberhalb der kleinen Knolle ab, so dass die Stengel zusammen bleiben. Sofern die Knolle nicht aus dem Erdreich entfernt wird, können weitere Stengel austreiben, die bis in den Spätherbst geerntet werden können. Wässere die Pflanzen vor der ernte, damit sie schön knackig bleiben.

Aufbewahrung

Einschlagen in feuchte Tücher, Zeitungen und Sand verlängert die Lagerzeit

Knollensellerie kann kann bis in den Herbst auf dem Beet verbleiben. Geerntet halten sich Sellerieknollen, eingeschlagen in ein feuchtes Tuch, recht lange im Kühlschrank. Wenn die Knolle an Festigkeit verliert, sollte sie verbraucht werden. Entferne vorab das Grün. Dieses kannst du waschen, klein schneiden und einfrieren und später für Suppen verwenden. 

Roh in Stücke geschnittener Knollensellerie verliert beim Einfrieren zwar an Knackigkeit und etwas an Geschmack, aber für Suppen und Saucen noch immer sehr gut geeignet.

Auch Stangensellerie lässt sich auf diese Weise mehrere Tage im Kühlschrank problemlos lagern.
Da Sellerie in der Küche stets benötigt wird, können die Stangen auch kleingehackt und im Verhältnis 1:1 mit groben Speisesalz gemischt in einem Glas aufbewahrt werden und ist so stets verfügbar.

Wenn du größere Mengen Stangensellerie länger lagern willst, kannst du die Stangen samt Wurzeln in Zeitung einschlagen und aufrecht nebeneinander dicht an dicht in einem Eimer an einem kühlen Ort lagern. Das untere Viertel des Eimers sollte mit leicht feuchtem Sand gefüllt sein. Die Lagerzeit kannst du so auf gut zwei Monate ausweiten.

Krankheiten und Schädlinge

Der bekannteste Schädling ist die Selleriefliege, aber auch Wühlmäuse können den Pflanzen zu schaffen machen. Gelegentlich erkrankt Sellerie an der Blattfleckenkrankheit oder an dem sogenannten Sellerieschorf.

Nährstoffe, Verarbeitung & Rezepte

Selleriesaft in grünen Smoothies

Sellerie enthält viel Vitamin C und Vitamin B. Auch Kalium, Calcium und Magnesium machen ihn zu einem sehr gesunden Gemüse.

Mit einer Selleriesaft-Kur bekommst du die volle Ladung Sellerie. Ob es schmeckt und wie es wirkt, hat Wanda für dich getestet.

Sellerie-Rezepte - von gesund bis lecker

Bloody Mary

Bei diesem Cocktail-Klassiker dient eine Selleriestange nur der Deko, aber ohne ist es keine Bloody Mary. Alle Zutaten in einen Shaker geben und kräftig vermischen.

40 Milliliter Wodka
80 Milliliter Tomatensaft
10 Milliliter Limettensaft
4 Spritzer Worcestershire Sauce
4 Spritzer Tabasco
Salz, Pfeffer
Eiswürfel

Sellerie-Pommes

Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano, Knoblauch- und Paprikapulver vermischen.
Gewaschenen und in Streifen geschnittenen Knollenselelrie mit Olivenöl und Gewürzmischung vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 230 °C goldbraun backen.

Grüne Smoothies

Für grüne Smoothies Stangensellerie z.B. mit Spinat und Obstsorten fein pürieren. Bananen und Trauben bringen Süße, Zitronensaft gibt extra Frische. Taste dich beim Sellerie nach und nach an die dir schmeckende Menge heran.

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