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Vorbereitung

Gemüsebeet anlegen

Du möchtest auch Gemüse anbauen, hast aber noch keine Beete dafür? Dann zeigen wir dir, wie du sie anlegen kannst. So machst du Rasenfläche zu Gemüsebeeten! Sollte dir nicht genügend Platz oder kein guter Gartenboden zur Verfügung stehen, ist vielleicht ein Hochbeet etwas für dich. Auch auf dem Balkon kannst du prima Gemüse anbauen.

Der richtige Standort für dein Gemüsebeet

Gemüse mag es sonnig

Eine sehr wichtige Frage steht ganz am Anfang deiner Überlegung: Die Wahl des richtigen Standorts für deinen Gemüsegarten. 

Steht dir ein sonniger, womöglich auch noch windgeschützter Platz zur Verfügung, dann ist die Frage schnell beantwortet: Hier soll dein Gemüse wachsen. Denn fast alle Gemüsearten lieben die volle Sonnendosis. Besonders die wärmeliebenden Tomaten, Paprikas, Zucchinis oder Gurken entfalten sich erst richtig bei langer Sonneneinstrahlung. Wenn ein paar Stunden am Tag Schatten auf die Fläche fällt, ist das auch kein Problem.

Gemüse wächst in einem sonnigen Garten besonders gut
Gemüse wächst in einem sonnigen Garten besonders gut

Bei eher schattiger Lage kannst du versuchen, Kohl, Spinat oder Möhren anzubauen. Diese Gemüsesorten kommen jedoch auch nicht ganz ohne Sonneneinstrahlung aus.

Beachte folgende Punkte für den idealen Standort des Gemüsebeets

Wichtig ist ein sonniger Standort
  • Keinesfalls solltest du die Fläche direkt neben einem Baum oder einer Hecke anlegen. Neben der Beschattung ziehen die großen Wurzeln sehr viel Feuchtigkeit aus dem Boden und machen es dem Gemüse sehr schwer.
  • Auch Gefälle wirkt sich negativ auf die Wasserverteilung aus. Wähle daher, wenn möglich, eine gerade Fläche aus.
  • Ist vielleicht ein Wasseranschluss in der Nähe? Das wird dir später das Gießen sehr erleichtern
  • Möglicherweise spielt ja noch die Entfernung zur Küche oder einem Geräteschuppen eine Rolle, wenn du eine sehr große Fläche zur Verfügung hast.

Bringe dein Beet in Form

Prinzipiell sind dir bei der Ausformung der Beete keine Grenzen gesetzt, eine rechteckige Grundform hat sich aber bewährt, da später die Planung und Bearbeitung wie das Hacken leichter fällt. Damit du immer gut an dein Gemüse herankommst, ist eine Breite von 1,20 m pro Beet optimal. Plane auch Platz für Wege ein, so dass du deine Beete später gut erreichen kannst.

Mache dein Beet urbar

Deine Fläche muss zu Beginn für den Gemüseanbau hergerichtet werden. Hast du kein professionelles Gerät wie eine Fräse oder Motorhacke zur Verfügung, dann stelle dich auf ein schönes Workout ein.

Grasnarbe abheben

Ist die ausgewählte Fläche für das Gemüsebeet mit Gras bewachsen, dann solltest du das Gras in jedem Fall entfernen, da es sonst immer durchwachsen wird. Gras im Gemüsebeet würde mit den Gemüsepflanzen um Licht, Nährstoffe und Wasser konkurrieren, außerdem enthält ein mit Gras bewachsender Boden oft Drahtwürmer, die besonders Kartoffeln gerne mögen.

Manch einer kennt den Tipp, dass einfach Pappe auf den Rasen an dem gewünschten Platz gelegt wird, so dass sich alles von allein richtet. Davon raten wir jedoch ab, da so Hindernisse im Boden wie große Steine oder Wurzelreste, die dir später ein paar Probleme machen können, nicht entdeckt werden.

Du solltest deine sogenannte Grasnarbe flach abstechen und auf den Kompost geben. Das Abheben oder Abstechen der Grasnarbe geht mit einem Bagger oder für die Sportlichen mit einem Spaten.

meine ernte Kollegin Ina gräbt ihr Beet mit schwerem Gerät um

Gartenboden umgraben

Grabe nach dem Abheben der Grasnarbe deine ausgewählte und abgesteckte Fläche um. Je nach Fitnessgrad kannst du versuchen, die oberste Erdschicht sogar zwei Spaten tief umzugraben. Dies nennt man „Holländern“.

Alter Hase-Tipp: Holländern und Rigolen 

Bei besonders verdichteten und schweren Böden solltest du den Boden holländern, also zwei Spaten tief umgraben.

  • Steche hierzu den Anfang der Fläche etwa 40 cm spatentief breit aus und lege die Erde beiseite.
  • Grabe nun den Unterboden um.
  • Gehe nun 40 cm weiter und grabe den Oberboden um, indem du ihn auf die schon tief umgegrabene Stelle legst.
  • Wiederhole dies, bis die Fläche fertig ist.
  • Am Ende kannst du die übrige Erde vom Einstieg wieder einarbeiten.
  • Beim Umgraben der tieferen Lage kannst du gut Mist oder die zerkleinerte Grasnarbe einarbeiten.
  • Das sogenannte Rigolen, also das 3-Spaten-tiefe Umgraben ist sehr anstrengend und ist nur bei sehr tief verdichteten Böden empfehlenswert.

Sammel Steine aus der Erde

Beim Umgraben wendest du die obere Erdschicht. Hierbei solltest du alle Steine aus der Erde sammeln. Du kannst diese an einem sonnigen Platz zu einem Haufen legen, so dass ein Trockenbiotop entsteht, das zum Beispiel von Eidechsen gerne angenommen wird.

Auch Wurzelunkräuter wie die Quecke entfernst du dabei. Lass diese ein paar Tage vertrocknen, bevor du sie ebenfalls auf den Kompost werfen kannst. 

Beetumrandung setzen

Mit dem Umgraben ist die anstrengendste Arbeit fürs Erste getan. Wir empfehlen jedoch, schon bald eine Beetabgrenzung einzubauen, damit angrenzender Rasen nicht immer wieder in dein Beet hineinwächst.

Hierzu kannst du beispielsweise Steine, Holz oder dafür im Handel erhältliche Rasenkanten etwa 10 cm tief um dein Beet eingraben. Mit Hilfe von Pflöcken und einem Faden kannst du dir eine Markierung schaffen und eine gerade Rasenkante ziehen. 

Verbessere den Boden mit der Zeit

Du solltest regelmäßig Kompost auf deine neuen Beete geben

Um deinen Boden im neuen Gemüsebeet zu verbessern, solltest du dieses regelmäßig mit Kompost versorgen. Auch eine Aussaat von Gründüngung wird ihm guttun.
Die Entwicklung eines hochwertigen Gemüsebodens kann ein längerer Prozess sein. Durch regelmäßige Kompostgaben, Mulchen und Beachtung der Fruchtfolge wirst du aber auf Dauer immer bessere Ergebnisse erzielen. So können Drahtwürmer, die Larven von Schnellkäfern, die deine Kartoffeln anbohren können, besonders in den ersten Jahren nach dem Umbruch von Rasen auftreten. Im Laufe der Zeit sollten sie aber verschwinden.

Plane dein Gemüsebeet

Dein neues Gemüsebeet ist angelegt und bereit, um mit deinem Lieblingsgemüse gefüllt zu werden. Hole das maximale aus deiner Fläche heraus, indem du dein Beet planst, die Kulturreihenfolge einhältst und neben deinen Hauptkulturen auch noch Vor- und Nachkulturen einpflanzt. So ist in deinem Beet immer ein buntes Treiben und du hast frisches Gemüse das ganze Jahr!


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