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Hochbeet

Hochbeete – bequem und rückenschonend Gärtnern

Selbstgebautes Hochbeet aus Paletten

Bei Rückenproblemen, ungeeignetem Boden im eigenen Garten oder dem Fehlen von Gartenfläche kann ein Hochbeet die Lösung sein, trotzdem eigenes Gemüse anzubauen. Ein Hochbeet hat zudem die Vorteile:

  1. Durch das erhöhte Gärtnern werden Rücken und Knie geschont.
  2. Das Gemüse wächst durch die Wärme im Inneren schneller.
  3. Weniger Düngen durch eigene Nährstoffe - Das Hochbeet setzt durch die verschiedenen Schichten, die langsam verrotten Nährstoffe für die Pflanzen frei.
  4. Es treten in der Regel weniger Schädlinge – insbesondere Schnecken – auf.
  5. Auch für Gemüseanbau ungeeignete Flächen können so genutzt werden.

Einfache Anleitung zum selber Bauen Deines Hochbeets

Hochbeete lassen sich mit ein wenig handwerklichem Geschick gut selbst bauen. Dazu brauchst Du verschiedene Materialien:

  • Holz, Paletten, Steine oder Metallplatten für den Rahmen
  • Kaninchendraht oder ähnliches für die Bodenfläche
  • Material zum Befüllen: Äste, Blätter, Erde, Blaston, Kompost


Da das Beschaffen des Füllmaterials wie Äste, Laub und Kompost oft am problematischsten ist, empfiehlt sich der Bau im Herbst oder frühen Winter. Doch dazu kommen wir später.

Die üblichste Version ist ein Rahmen aus Holz. Daher konzentrieren wir uns bei unserer Anleitung hierauf.

Schritt 1 - Wie soll mein Hochbeet aussehen?
Zuerst musst Du Dir überlegen, wie groß das Hochbeet werden soll. Es empfiehlt sich, nicht breiter als etwa 120 cm zu bauen, da es ansonsten schwierig wird, jeden Bereich des Hochbeets zu erreichen. Bei der Länge bist Du prinzipiell frei in Deiner Entscheidung, neben dem vorhandenen Platz solltest Du jedoch auch die Verfügbarkeit des schon erwähnten Füllmaterials in die Planungen miteinbeziehen. Die optimale Höhe zum Bearbeiten beträgt meist etwa 80 – 100 cm.

Schritt 2 - Das Holzgerüst
Säge also Deine Bretter so zurecht, dass Du damit den Rahmen des Hochbeets zusammenschrauben kannst. In den Ecken kannst Du stabile Pfosten verwenden, um die Bretter daran im rechten Winkel festzuschrauben. Soll das Hochbeet auf Erde stehen, kannst Du die Pfosten unten anspitzen und überstehen lassen, um sie am Ende in den Boden schlagen zu können, oder aber an den Ecken Einschlaghülsen verwenden.

Alternativ kannst Du auch Paletten nehmen und einfach vier Stück davon zusammenschrauben.

Schritt 3 - Draht am Boden anbringen
Ist Dein Rahmen fertig geschraubt, solltest Du das untere Ende mit einem engmaschigen Draht wie etwa Kaninchendraht schließen. Diesen kannst Du von innen an die Bretter tackern. Der Draht verhindert, dass Wühlmäuse von unten in das Hochbeet gelangen und dort Schaden anrichten können. Da sich ein Hochbeet schnell erwärmt und für sie attraktive Nahrung bietet, fühlen sie sich durchaus davon angezogen.

Schritt 4 - Gegen Nässe schützen
Damit das Holz nicht so schnell modert, solltest Du es mit einem Holzschutzmittel streichen. Auch kannst Du das Innere mit Teichfolie oder ähnlichem auskleiden, um das Holz zu schützen. Die Durchlüftung des Hochbeets ist jedoch besser, wenn Du diese weglässt.

Nach dem Fertigstellen des stabilen Rahmens kannst Du das Hochbeet am gewünschten sonnigen Platz aufstellen. Nun geht es an die Befüllung.

Holzrahmen mit eingebautem Mäuse- und Kaninchendraht

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Die richtige Füllung

Im Inneren Deines Hochbeets spielt sich ähnliches wie in einem Komposthaufen ab. Durch Umsetzungsprozesse wird Wärme erzeugt und den Pflanzen Nährstoffe zur Verfügung gestellt. Dies geschieht durch das Einrichten von 4 Schichten, von der jede eine Höhe von 20-30 cm hat.

  1. Beginne unten mit einer Schicht von zerkleinertem Baum- und Strauchschnitt, die Du gut festtreten und andrücken solltest. Diese Schicht bildet zum einen eine gute Drainage, zum anderen verrottet sie am langsamsten. Sie bildet so also die Basis unseres kleinen Kraftwerks im Hochbeet.
  2. Darüber kannst Du eine Schicht aus Pflanzenresten, Laub und Rasenschnitt legen. Da Holzschnitt und Laub in der Regel nur im Herbst und frühen Winter vorliegen, ist dies die Beste Zeit zum Hochbeetbau. Zudem setzt sich die Füllung nach einer Zeit noch, so dass Du bis zum Start im Frühjahr Dein Hochbeet nachfüllen kannst.
  3. Über diese Schicht kommt eine aus Kompost. Durch die Verrottungsprozesse im Hochbeet entstehen aus den unteren Schichten nach und nach neuer Kompost.
  4. Die letzte Schicht bildet Gartenerde, die als Abschluss in das Hochbeet kommt. Achtet bitte darauf, dass Ihr torffreie Erde verwendet.

Achtung: In den ersten Tagen nach dem Befüllen, speziell auch nach Regen, kann die Erde noch einmal kräftig absinken. Befülle dann einfach Dein Beet wieder mit Erde.

So bepflanzt Du Dein Hochbeet im Frühling

Im Frühjahr kann es dann also mit dem neuen Hochbeet losgehen! In angenehmer Arbeitshöhe kannst Du rücken- und knieschonend Dein Gemüse anbauen. Durch die exponierte Lage und den Rotteprozess im Inneren erwärmt sich das Hochbeet, so dass die Pflanzen schneller wachsen und Du früher als in der ebenen Erde loslegen kannst. Beachte jedoch, dass das Hochbeet öfters als die ebene Erde gegossen werden muss. Dafür haben es Schnecken weiter, um an das Gemüse zu kommen und lassen sich durch die Arbeitshöhe bequemer finden und absammeln.


Welche Kulturen passen gut ins Hochbeet?

Eigentlich fühlen sich alle Pflanzen im Hochbeet wohl. Für wärmeliebende Pflanzen ist der Platz im Hochbeet besonders gut geeignet, da sich das Hochbeet im Frühjahr schneller aufwärmt als der Boden. Beachte jedoch, dass Kürbisse, Gurke und Zucchini viel Platz benötigen und sich gerne ausbreiten und ranken.

Im Laufe der Zeit wird sich die Erde in Deinem Hochbeet weiter setzen, Du kannst aber noch einige Zeit mit Kompost nachfüllen. Nach etwa 5 bis 7 Jahren solltest Du das Hochbeet aber komplett neu befüllen, vermutlich liegen dann bei der Holzvariante ohnehin Renovierungsarbeiten an. Die alte Füllung kannst Du prima als Gartenerde verwenden.

 

Varianten

Neben der Variante aus Holz kannst Du das Hochbeet auch aus Metallplatten oder Steinen bauen – oder es sogar mauern. Im Handel gibt es zahlreiche Bausätze oder fertige Modelle, die ganz einfach aufzubauen, dafür aber natürlich teurer sind. Mit einem Aufsatz aus Fenstern, Folie oder durchsichtigem Plastik kannst Du es sogar als Frühbeet für die Anzucht nutzen.

Nun steht Deinem selbst angebautem Gemüse nichts mehr im Wege!

Mehr Platz zum Gemüse anbauen bietet das Hügelbeet

Auch ein Hügelbeet erwärmt sich durch Zersetzungsprozesse im inneren, hat aber keine Einfassung wie ein Hochbeet. Hier werden organische Materialien zu einer Hügelform aufgesetzt – dadurch vergrößert sich zudem Deine Anbaufläche. Da der Hügel jedoch Schatten wirft, sollte das Beet in Nord-Süd-Richtung angelegt werden, so dass alle Seiten gleichmäßig Sonne abbekommen.

Ähnlich wie beim Hochbeet ist die beste Zeit zum Anlegen der späte Herbst oder der frühe Winter, wenn genügend Materialien wie Astschnitt und Laub zur Verfügung stehen. Auch hier kann sich das Hügelbeet dann bis zum Frühjahr noch setzen. Ein Hügelbeet kann etwas breiter als ein Hochbeet sein, 150 cm sind eine gute Richtgröße.

 

So einfach entsteht Dein perfektes Hügelbeet 

  • Hebe den Boden und gegebenenfalls die Grasnarbe bis zu 40 cm tief an der gewünschten Stelle aus.
  • Es kann empfehlenswert sein, den Grund mit Hasendraht auszulegen, da die Wärme im Hügelbeet attraktiv für Wühlmäuse wirkt.
  • Fülle etwa die halbe Breite Deines Aushubs mittig mit einer gut 40cm hohen Schicht aus zerkleinerten Ästen und anderem Holzschnitt. Bei 150 cm Breite ist der Streifen also 70-80 cm, bei 120 cm Breite 60-70 cm breit. Soll das Hügelbeet besonders lange halten, kannst Du sogar einen Baumstamm, der sich sehr langsam zersetzt, unterbringen.
  • Verteile anschließend Deinen Aushub mit der Grasnarbe nach unten auf Deinen Kern.
  • Als nächste Schicht folgen etwa die gleiche Menge feuchtes Laub oder Rasenschnitt, dem auch etwas Stroh untergemischt sein kann. Dein Beet sollte nun etwa einen halben Meter hoch sein.
  • Es folgt eine entsprechende Schicht aus Mist und/oder frischem Kompost.
  • Als Abschluss fügst Du noch eine gut 20 cm tiefe Schicht aus Gartenboden und Komposterde hinzu. Klopfe die Schichten jeweils gut fest.
  • Beim Hügelbeet bietet sich eine Mulchschicht besonders an, da das Beet dann nicht so leicht austrocknen kann.

Die verschiedenen Schichten setzen sich ganz ähnlich wie beim Hochbeet um, wobei der Kern aus Holz am längsten braucht. Dadurch entsteht Wärme im Inneren, so dass Du Deine Saison um bis zu 6 Wochen verlängern kannst.

Zur besseren Wasserverteilung bietet es sich an, am Scheitel des Hügelbeets eine Gießrinne anzulegen. Zudem kannst Du die Erde um jede Pflanze zu einer Mulde formen, so dass sich das Wasser dort sammelt. Die Ränder des Beets kannst Du mit Steinen befestigen.

Da das Hügelbeet über sehr viele Nährstoffe verfügt, die nach und nach umgesetzt werden, bietet sich im ersten Jahr eine Bepflanzung mit Starkzehrern wie Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini und Kohl an, bevor im zweiten Jahr Mittelzehrer folgen. Je nach Größe sind die Nährstoffe nach 4-6 Jahren aufgebraucht, so dass das Hügelbeet dann erneuert werden sollte.