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Gemüse ABC

Möhren





Es gibt viele unterschiedlichen Sorten von Möhren, die sich in Form oder Farbe unterscheiden. Die Sorte Amsterdam zum Beispiel ist klein, schlank und zylinderförmig. Die Sorte Nantaise hingegen ist etwas dicker und länger.

Standort & Boden

Möhren lieben einen warmen und sonnigen Standort sollten jedoch nicht austrocknen. Hochbeete sind sehr gut für den privaten Möhrenanbau geeignet. Möhren sind Mittelzehrer und vertragen je nach Sorte sandige bis schwere Böden, allerdings solltest du keinen frischen Kompost oder Mist zugeben. Achte darauf, Möhren nicht zwei Jahre hintereinander an der gleichen Stelle anzupflanzen.

Aussaat & Pflanzung

Möhren werden immer direkt im Freiland ausgesät, weil sie sonst nicht grade wachsen können. Aus diesem Grund sollte der Boden vor der Aussaat tiefgründig gelockert und damit nicht zu steinig und verdichtet sein. Außerdem reagieren Möhren empfindlich auf größere Umsetzungsprozesse im Boden. 

Lege die Samen in 2,5 cm Abstand 1-2 cm tief in den Boden. Du kannst jedoch auch dichter aussäen und später vereinzeln. 

  • Saattiefe: 1 - 2 cm
  • Pflanzabstand: ca. 2,5 cm

Guten Nachbarn / schlechte Nachbarn: Die klassischen Nachbarn für Möhren sind Zwiebeln, weil sich die beiden Gemüsearten gegenseitig vor der jeweiligen Schadfliege schützen.

  • Vorziehen: kein Vorziehen
  • Direktsaat ab: April - Juni
  • Keimdauer: ca. 3 - 4 Wochen
  • Kulturdauer/Erntereif: etwa 140-160 Tage
junge Möhren
Möhrenkeimlinge

Grünohr-Tipp

Wenn du es dir beim Aussäen leicht machen willst und dir das Vereinzeln später sparen willst, dann greif auf Saatgut im Saatband zurück. Hier sind die Samenkörner bereits im richtigen Abstand voneinander platziert. Saatbänder sind auch ideal geeignet, wenn du mit Kindern gärtnerst. Rillen im Beet ziehen, Saatband rein legen, leicht mit Erde bedecken, vorsichtig angießen und feucht halten. 
Möhren und Radieschen sind typische Saatbandgemüse und auch bei uns im Shop erhältlich.

Pflege & Düngung

Weil Möhren nicht sonderlich konkurrenzstark sind, muss das Unkraut in ihrer Umgebung regelmäßig gejätet werden. Wir empfehlen dir, sparsam zu gießen, da die Möhren sich sonst auf die Laubbildung konzentrieren.

Ernte

Frühe Möhrensorten sind etwa 7 Wochen nach der Aussaat erntereif und haben einen Durchmesser von ca. 12 mm. Die Haupternte ist 10-11 Wochen nach der Aussaat. Lockere den Boden mit einer Grabegabel oder einem Spaten zuvor seitlich, und ziehe die Möhren einfach aus dem Boden.

Aufbewahrung

Die Möhren, die im Sommer geerntet werden, verlieren schnell Feuchtigkeit und werden lasch. Dicke Herbstmöhren sind oft fester. Drehe das Laub der Möhren ab. Wenn du die Möhren nach der Ernte in Papier einschlägst und dunkel und luftig vor dem Austrocknen geschützt aufbewahrst, kannst du die Möhren eine Woche problemlos lagern. Größere Vorräte kannst du über mehrere Monate im Keller in einer Sandkiste lagern.

Schädlinge & Krankheiten

Auch bei Möhren lassen sich durch Beachtung von Fruchtwechsel, Standort und der richtigen Sortenwahl eine Reihe von Problemen wie Schießen oder Platzen, aber auch parasitäre Schädigung wie Möhrenschwärze oder Blattflecken verhindern. Ist der Boden allzu locker, können Nematoden auftreten. Winterroggen als Vorfrucht kann dem entgegenwirken.
Zum Problem kann die Möhrenfliege werden. Befallene Pflanzen sollten sofort geerntet und entsorgt werden. Darüber hinaus sollten Möhren nicht mit Rohhumus versorgt und freie, windige Lagen gewählt werden. Netze und die Nachbarschaft von Zwiebeln können hilfreich sein. Gelegentlich treten Blattläuse sowie Mehltau auf.

krumme Möhren - lecker und lustig
Abwechslung auf dem Teller - bunte Möhren

Nährstoffe, Verarbeitung & Rezepte

Möhren enthalten besonders viel Vitamin A. In Möhren steckt zudem viel von dem wertvollen Proviotamin Carotin. Völlig fettfrei genossen sind Möhren zwar lecker, die gesundheitlichen Effekte des Carotins kommen für uns Menschen so jedoch leider nicht zum Tragen, da wir es ohne Fett nicht verwerten können. Also immer etwas Butter, Öl oder Sahne zu den Mörchen geben!

Möhrenrezepte - als Rohkost und gekocht

Apfel-Möhren-Salat

Ein schneller, gesunder und erfrischender Nachtisch. Möhren und Äpfel (Verhältnis nach Geschmack) fein raspeln. Ein Spitzer Pflanzenöl und etwas Zitronensaft unterheben. Wer will, kann auch noch Rosinen zugeben.

Möhren-Antipasti

500g Möhren in mundgerechte Stücke schneiden und in Salzwasser bissfest garen. Marinade aus 5 El Öl, 4 EL Balsamicoessig, 2-3 kleingeschnittenen Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und Oregano anrühren. Möhren für 24 h in der Marinade ziehen lassen.

Ofengemüse

Möhren eigenen sich hervorragend als Ofengemüse. Dazu mundgerechte Stücke mit einem EL Pflanzenöl, Salz, Pfeffer und Kräutern und Gewürzen nach Wahl (z. B. Rosmarin, Oregano oder Kreuzkümmel) vermengen, auf Backbleck verteilen und rösten bis gar und goldbraun.



Mach dein Gemüse durch fermentieren & Co. lange haltbar!

Beim Gemüseanbau ist das Schöne, dass man vom Gemüsebeet aus direkt in die Küche stiefeln und dort die Ernte zu einer leckeren Mahlzeit verarbeiten kann – frischer geht’s nicht mehr! Aber vielleicht fallen bei dir so große Erntemengen an, dass du nicht alles auf einmal verputzen kannst? Oder du möchtest auch im Winter noch etwas von deinen Erträgen haben? Probier doch mal alternative Verarbeitungsmethoden aus! Ina aus dem meine ernte Team ist unsere experimentierfreudige Küchenfee und zeigt dir, wie einfach Dörren von Obst und Gemüse geht oder wie gesund fermentieren ist.

 

 

Darüber hinaus findest du weitere Saatgutsorten von Bio-Möhren im meine ernte Shop.

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