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Gemüse ABC

Basilikum

Basilikum zählt zu den beliebtesten Gewürzkräutern, insbesondere der italienischen Küche. Es gehört zu der Familie der Lippenblütler. Neben den bekanntesten groß- und grünblättrigen Genoveser-Typen findet man inzwischen zahlreiche Sonderformen wie rot- und kleinblättrige Arten, Zitronen- oder Thaibasilikum und das widerstandsfähigere Strauch- oder Buschbasilikum.

Aussaat & Pflanzung

Die Aussaat von Basilikum ist, ähnlich wie Thymian oder Salbei, nicht unproblematisch. Als Besonderheit ist zu beachten, dass Basilikum zu den Lichtkeimern gehört, das heißt, dass die Samen nicht mit Erde bedeckt werden sollen.

Ein Vlies kann als Abdeckung bei der Keimung hilfreich sein. Die Temperaturen sollten bei der Keimung um die 20°, nicht jedoch unter 16°, liegen, dann kann nach etwa einer Woche mit der Keimung gerechnet werden.
Achte darauf, dass das Substrat immer feucht, aber nicht zu nass ist, da sonst Umfallkrankheiten auftreten. Basilikum kann man ab Mitte Mai an einem möglichst sonnigen, warmen und windgeschützten Standort mit lockerem und wasserdurchlässigem Boden direkt ins Freiland auspflanzen.

Kräuter sind häufig idealer Beetpartner für Gemüse, da sie durch ihre ätherischen Öle Schädlinge vertreiben. Basilikum ist ein besonders guter Nachbar für Tomaten, Gurken, Kohl. Vertreibt  die weiße Fliege und hilft auch vor Mehltaubefall.

  • Vorziehen: März bis Juni
  • Auspflanzen ins Beet: Mitte Mai bis Juni
  • Direktsaat ab: Anfang Mai bis Juni
  • Keimdauer: einige Tage, Lichtkeimer
  • Kulturdauer/Erntereif: etwa 2-6 Monate gesamt / 1-5 Wochen ab Pflanzung

Grünohr-Tipp für Gartenneulinge

Wenn Du alternativ einen Topf mit fertigen Pflanzen aus dem Supermarkt kaufst, solltest Du den Wurzeln mehr Platz verschaffen. Für mehr Platz und eine bessere Durchlüftung, kannst Du den Erdballen vorsichtig teilen oder vierteln und die Pflanzen in einen größeren Topf mit lockerer und nährstoffreicher Erde setzen.

Pflege & Düngung

Wenn Du diese 8 Tipps beherzigst, wirst Du lange viel Freude am Basilikum haben

 

  1. Basilikum muss immer an einem hellen Standort stehen, da er ansonsten sehr leidet und eingehen kann.
  2. Achte darauf, dass das Basilikum ausreichend mit Nährstoffen, und hier insbesondere Stickstoff, versorgt ist. Dies kann neben Kompostgaben etwa über eine Düngung mit Hornspänen erreicht werden.
  3. Basilikum mag es nicht sonderlich, wenn beim Wässern die Blätter befeuchtet werden. Dies begünstigt insbesondere bei kühlerer Witterung Pilzerkrankungen.
  4. Um diese zu vermeiden, sollten auch die alten unteren Blätter immer wieder entfernt und kompostiert werden, so dass die Pflanzen besser durchlüftet sind.
  5. Basilikum ist durch seine große Blattoberfläche sehr durstig. Im Topf wässert man es am besten von unten über einen Untersetzter, den man an warmen Tagen durchaus zweimal befüllen kann.
  6. Da die Pflanze besonders sonnen- und wärmeliebend ist, ist sie in unseren Breitengraden einjährig. Sie geht im Herbst ein und trägt schon bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt Schäden davon, was auch während kalten Nächten im Frühsommer einen Schutz nötig machen kann.
  7. Auch Basilikum im Topf überlebt den Winter wegen Lichtmangel nicht. Hier besteht keine realistische Chance, die Pflanzen länger durchzubringen.
  8. Busch- und Strauchbasilikum sind sowohl draußen als auch drinnen sehr viel robuster als der „klassische“ Genoveser-Typ mit seinen großen und konkaven Blättern!

Ernte

Regelmäßig aber mit Bedacht - lautet das Motto bei der Basilikumernte, denn bei der Ernte der Blätter solltest Du beachten, dass die Pflanze nicht zu sehr geschwächt wird. Ein zu sehr gerupftes Exemplar wird große Schwierigkeiten haben, sich zu regenerieren. Ansonsten kannst Du Basilikum jedoch regelmäßig ernten. So empfiehlt es sich, die Spitze oberhalb einer Blattachsel zu schneiden oder zu zupfen. Dies bewirkt, dass aus der Blattachsel neue Triebe wachsen und die Pflanze buschiger wird. Zudem wird die Blütenbildung, die für das Basilikum zwecks Arterhaltung das eigentliche Wachstumsziel darstellt und die immer an der Spitze der Pflanze stattfindet, so länger hinausgezögert.

Im Frühherbst, wenn kalte Temperaturen drohen und ohnehin kein Wachstum mehr stattfindet, können auch die kompletten Pflanzen geerntet werden

Aufbewahrung & Kochen

Basilikum verliert beim Trocknen sehr rasch von seinem typischen Aroma. Aus diesem Grunde ist es am besten, es sofort zu verbrauchen. Auch sollte man es vor Gebrauch nicht waschen, da ansonsten ebenfalls ein Teil des Aromas verloren geht. Sollten große Mengen anfallen, bietet sich die Verarbeitung zu Pesto an.

  • Am besten immer frisch verwenden
  • nicht waschen
  • Einfrieren ist grundsätzlich möglich
  • für eine gewisse Zeit kann man Basilikum zudem noch aufbewahren, indem man es mit Öl bedeckt und im Kühlschrank lagert

Krankheiten & Schädlinge

Basilikum kann empfindlich auf zu kühle und feuchte Bedingungen reagieren. Neben den oben erwähnten im Jungpflanzenstadium möglichen Umfallkrankheiten können daher auch später noch der Luzernemosaikvirus oder die Blattfleckenkrankheit auftreten. Schließlich mögen auch Schnecken Basilikum, so dass sie sich gerne über die Blätter hermachen.

Nährstoffe & Co.

Basilikum zeichnet sich eher durch den Geschmack als durch für andere Kräuter typische Heilwirkungen aus. Daher sind als wichtigste Inhaltsstoffe auch die ätherischen Öle wie Estragol, Cineol und Linalool zu nennen.

  • Basilikum ist reich an sekundären Inhaltsstoffen wie Polyphenolen
  • hat eine antioxidative, radikalsenkende Wirkung
  • heilsame ätherische Öle
  • verliert beim Einfrieren, einkochen, trocknen schnell die guten Inhaltsstoffe
Kerbel
Koriander
Dill
Basilikum "Busch"
Basilikum "Thai"

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