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Vorbereitung

So bereitest du den Boden in Deinem Garten vor, um Gemüse pflanzen und säen zu können 

Um im Deinem Garten Gemüse aussäen oder pflanzen zu können, muss der Boden dafür vorbereitet sein. Ziel ist, dafür ein feinkrümeliges und ebenes Saat- oder Pflanzbett zu schaffen, damit die Jungpflanzen einen guten Start haben.

 

Der erste Schritt: Das Umgaben 

Üblicherweise wird als erstes der Boden etwa spatentief umgegraben. So werden Pflanzenreste und Dünger, den Du vorher ausgebracht hast, in den Boden eingearbeitet, alte Wurzelstrukturen aufgebrochen und somit eine Grundlockerung erzielt. Um die groben Schollen nach dem Umgraben zu zerkleinern, kommt nun die Harke oder der Rechen an die Reihe. Hiermit kannst Du die Schollen zerschlagen und durch mehrmaliges Hin- und Herziehen eine ebene Oberfläche schaffen, indem die Erdbrocken so lange zerkleinert werden, bis sie nur noch aus Krümeln bestehen.

Zwischen dem Spaten und der Harke kannst Du auch noch einen Krail (manchmal auch Kartoffelhacke genannt) nutzen, um die Schollen auch in der Tiefe zu zerschlagen. 

Das richtige Saat- und Pflanzbeet 

Nun hast Du einen luftigen Boden, in den die Wurzeln leicht eindringen können, auf dem sich das Wasser gut verteilt und in den Du perfekt säen und pflanzen kannst. Weil Samen kleiner als Jungpflanzen sind, sollte ein Saatbett noch etwas sorgfältiger eingerichtet werden, als es für ein Pflanzbett notwendig ist. Die feine und ebene Bodenstruktur ist insbesondere für die Aussaat sehr wichtig, damit Du das Saatgut kontrolliert in der erforderlichen Tiefe ablegen kannst.

Beim anschließenden Angießen (entweder mit der Kanne und aufgesetzter Gießtülle oder durch Niederschlag) kann zudem das Saatgut mit den feinen Erdteilchen umspült werden und erhält so einen guten Bodenschluss.

Alternativ zur Bodenbearbeitung kannst Du auch mit Mulch gärtnern. Dann entfallen diese Schritte.

Verschiedene Bodentypen haben verschiedene Eigenschaften

Bei der Bodenbearbeitung gibt es jedoch große Unterschiede, je nachdem, welche Bodenart Du in Deinem Garten hast. Schauen wir also auf die verschiedenen Typen. 

Welche Bodenarten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man anhand der Größe der vorherrschenden Bodenteilchen zwischen Ton-, Lehm- und Sandböden, wobei es dazwischen noch weitere Abstufungen gibt. Die schwersten Böden mit geringster Teilchengröße sind Tonböden, die leichtesten mit den größten Teilchen Sandböden. 


Wie erkenne ich welcher Boden in meinem Garten vorliegt - Der Bodentest

Um festzustellen, welche Bodenart sich in Deinem Garten findet, kannst Du ganz einfach versuchen, feuchte Erde in Deiner Hand zu einer bleistiftdicken Rolle zu formen: 

  • Gelingt Dir das nicht, weil die Rolle vorher zerfällt, hast Du Sandboden. 
  • Ist die Rolle glatt und glänzt, wenn Du daran reibst, hast Du eher Tonboden. 
  • Ist die Rolle glatt und hat eine stumpfe Oberfläche, so gärtnerst Du auf lehmigem Boden. 

Interessant ist nun, welche Auswirkungen dies auf die gärtnerische Arbeit hat. 

 

Böden mit hohem Tonanteil 
Böden, die einen hohen Tonanteil haben, können sehr viel Wasser und Nährstoffe halten (wenn sie austrocknen bilden sich dafür Schrumpfungsrisse), wobei sich Nässe jedoch leicht staut. Das bedeutet in der Praxis, dass diese Böden schwer zu bearbeiten sind, sie sich nur schwierig von Wurzeln durchdringen lassen und auch nur sehr wenig Luft in den Boden kommt. Nach Regenfällen empfehlen wir, die Gartenarbeit hier ruhen zu lassen, da sich die Böden sonst stark verdichten und beträchtliche Teile davon an Deinen Schuhen kleben bleiben. 

Tipp: Bei Tonböden bietet es sich an, den Garten vor dem Winter umzugraben. Der Frost kann so die Schollen sprengen, so dass die Erde krümeliger wird. Dies nennt man Frostgare. Zudem kannst Du natürlich den Boden zwischendurch lockern.  

 

Sandböden
Im Kontrast dazu sind Sandböden eher leicht zu bearbeiten. Wasser verteilt sich hier sehr gut, kann aber schlecht gehalten werden, sodass auch Nährstoffe schnell auswaschen. Dadurch musst Du Sandböden öfters gießen und düngen. Dafür liegt eine gute Durchlüftung vor und die Pflanzen können den Boden gut durchwurzeln. 

Tipp: Für eine Aufwertung sind Kompostgaben bei Sandböden besonders wichtig. Der Aufbau des Humusanteils hilft dabei, die Wasser- und Nährstoffhaltefähigkeit zu verbessern.  

 

Lehmböden
Für den Gemüseanbau am besten geeignet ist der lehmige Boden. Er liegt zwischen den beiden Extremen und weist, vereinfacht gesagt, deren jeweils positiven Eigenschaften in sich. Wenn sie trocken sind, werden sie jedoch zuweilen recht hart, so dass eine Bodenbearbeitung dann schwer ist. Dann kannst Du entweder auf Regen warten, so dass die Bearbeitung wieder leichter wird, oder die gewünschten Stellen angießen, bevor Du sie bearbeitest. 

Alle Böden lassen sich übrigens durch die gleiche Maßnahme mit etwas Geduld verbessern!

Mit diesen Mitteln kannst Du den Boden aufwerten

Der Schlüssel hierfür ist die Zufuhr von Humus, also abgestorbene organische Bodensubstanz, die eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Pflanzen einnimmt. Als Faustregel gilt, dass Böden mit hohem Humusanteil eher dunkel, solche mit niedrigem Humusanteil hingegen eher hell sind. 

Wenn Du regelmäßig Kompost im Garten ausstreust wirst Du merken, dass sich Dein Boden stetig verbessert und Du dementsprechend auch über die Jahre hinweg bessere Ergebnisse bei der Gemüseernte erzielst.

Zudem kannst Du auch Grünabfälle direkt vor Ort liegen lassen und so auch den Boden durch Mulchen vor dem Austrocknen schützen.

Im nächsten Schritt zeigen wir Dir wie Du Dein Gemüse richtig säst und pflanzt und das Unkraut oder auch Beikraut genannt in Schach hältst

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