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Vorbereitung

So bereitest du den Boden in deinem Garten vor, um Gemüse pflanzen und säen zu können 

Um im deinem Garten Gemüse aussäen oder pflanzen zu können, muss der Boden dafür vorbereitet sein. Ziel ist es, ein feinkrümeliges und ebenes Saat- oder Pflanzbett zu schaffen, damit die Jungpflanzen einen guten Start haben und dein Gemüseanbau gelingt. Für größere Flächen kann man sich Maschinen leihen, für die meisten Privatgärten reichen einfache Gartengeräte und etwas Muskelkraft. 

 

Beet räumen

Bevor du mit der eigentlichen Bodenlockerung und Düngereinbringung beginnst, solltest du deine Fläche von großen Steinen und Unrat befreien. Vor allem wenn du Flächen von Vorpächtern übernimmst, können sich Überreste von Planztöpfen aus Plastik oder Folien in deinen Beeten verstecken. Wenn du deine Beete schon mehrere Jahre hintereinander als solche nutzt und im Herbst entsprechend "aufgeräumt" hast, solltest du diesen Schritt überspringen können. 

Auch hartnäckige Samenkräuter solltest du jetzt entfernen. Flachwurzler kannst du leicht weghacken, Beikräuter wie Löwenzahn musst du tief ausstechen, da sie sonst immer wieder neu wachsen.

Umgraben und Zerkrümeln

Üblicherweise wird als erstes der Boden etwa spatentief umgegraben. So werden Pflanzenreste und Dünger, den du vorher ausgebracht hast, in den Boden eingearbeitet, alte Wurzelstrukturen aufgebrochen und somit eine Grundlockerung erzielt. 

Vor allem bei leichten sandigen Böden ist das Umgraben mit einem Spaten nicht unbedingt notwendig. Häufig reicht es, den Boden mit einer Grabgabel zu lockern. Bei Böden mit einer sehr dünnen Humusdecke ist das Lockern mit der Grabgabel ratsam, da so verhindert wird, dass diese in die unteren Schichten gelangt. Anders als mit dem Spaten wird mit der Grabgabel der Boden nämlich nicht umgeworfen.

Sind nach dem Umgraben noch größere Schollen vorhanden, kannst du diese mit einen Krail (manchmal auch Kartoffelhacke oder Vierzahn genannt) zerkleinern und die Schollen auch in der Tiefe zerschlagen.

Mit einer Harke oder einem Rechen kannst du abschließend eine feinkrümelige Bodenoberfläche schaffen. Ziehe die Harke dafür mehrfach vor und zurück und zerkleinere somit die Erde in immer feine Strukturen. Je feiner die Bodenstruktur, desto besser.

Alter Hase-Tipp für erfahrene Gärtner

Wenn du deine Hand ohne Anstrengung bis zum Handgelenk in den Boden schieben kannst ist dein Boden ideal vorbereitet und Tiefwurzler wie Möhren wachsen wunderschön gerade.

Das richtige Saat- und Pflanzbeet

Nach dem Umgraben hast du einen luftigen Boden, in den die Wurzeln leicht eindringen können, auf dem sich das Wasser gut verteilt und in den du perfekt dein Gemüse säen und pflanzen kannst.

Weil Samen kleiner als Jungpflanzen sind, sollte ein Saatbett noch etwas sorgfältiger eingerichtet werden, als es für ein Pflanzbett notwendig ist. Die feine und ebene Bodenstruktur ist insbesondere für die Aussaat sehr wichtig, damit du das Saatgut kontrolliert in der erforderlichen Tiefe ablegen kannst.

Beim anschließenden Angießen (entweder mit der Kanne und aufgesetzter Gießtülle oder durch Niederschlag) kann zudem das Saatgut mit den feinen Erdteilchen umspült werden und erhält so einen guten Bodenschluss.

Alternativ zur Bodenbearbeitung kannst du auch mit Mulch gärtnern. Dann entfallen diese Schritte.