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Vorbereitung

Bodenanalyse

Um zu wissen, ob mein Boden auch für den Gemüseanbau geeignet ist, macht es Sinn, seine Eigenschaften zu kennen. Diese kannst Du auf zwei unterschiedliche Arten testen.

 
Es hilft, seinen Boden zu kennen, Foto: Gebriel Jimenez
Gegen sauren Boden kann man was unternehmen

Möglichkeit 1: Den pH-Wert messen

Einen wichtigen Einfluss auf das Pflanzenwachstum hat der pH-Wert. Optimal liegt er für Gemüse bei leichten Böden im schwach sauren (5,0-6,5), bei schweren Böden im neutralen (6,5-7,5) Bereich. Dass Böden mit der Zeit versauern, ist übrigens ein natürlicher Prozess, dem mit einer Kalkzugabe entgegengewirkt werden kann. Im Handel sind einfache PH-Tests erhältlich, mit denen Du den Wert selbst bestimmen kannst.

Wer seinen Boden so richtig kennen lernen will, der hat die Möglichkeit ihn professionell im Labor analysieren zu lassen.

Möglichkeit 2: Von Zeigerpflanzen helfen lassen

Viele Fachleute empfehlen vor der Bepflanzung eine Bodenanalyse im Labor. Es gibt allerdings einen guten Trick, wenn Du darauf verzichten willst oder Dir die bislang beschriebenen Bodeneigenschaften in der Deutung zu kompliziert erscheinen. So kannst Du auf „gut Glück“ mit dem Gärtnern loslegen und dann die Beikräuter, die sich dort als Pflanzengemeinschaften ansiedeln, als Informanten verwenden. Diese Beikräuter nennt man in diesem Fall auch Zeigerpflanzen.

  • Hoher Nährstoffgehalt
    Treten beispielsweise vermehrt Gänsefuß, Knopfkraut oder die Vogelmiere auf, lässt sich auf einen hohen Nährstoffgehalt schließen.

  • Niedriger Nährstoffgehalt
    Während bei nährstoffarmen Böden eher Bauernsenf, Acker-Klee oder die Acker-Hundskamille anzutreffen sind.

  • Verdichtungen im Boden
    Verdichtungen im Boden (meist verursacht von zu schweren Maschinen) werden von Wegerich, Löwenzahn oder dem einjährigen Rispengras angezeigt.
    Tipp: Kartoffeln pflanzen. Der Ertrag ist nicht so groß, aber der Boden wird dadurch gelockert. Ansonsten hilft tiefwurzelnde Gründüngung.

  • Saurer Boden
    Saure Böden bieten gute Bedingungen für Sauerampfer, Hederich oder den Acker-Frauenmantel.
    Tipp: (Garten-)Kalk streuen. Bei kleinen Beeten kann man sich mit gemörserten Eierschalen behelfen.

  • Kalkhaltiger Boden
    Feld-Rittersporn, Klatschmohn oder Acker-Hahnenfuß sprechen für einen hohen Kalkgehalt im Boden.
    Tipp: Kaffeesatz oder Eichenlaub helfen, den ph-Wert des Bodens zu senken

Stöbere doch einmal in unserer Wildkräuterübersicht, um neue Beikräuter kennenzulernen.

Fazit

Treten die beispielhaft genannten Pflanzen in Gesellschaft auf, kannst Du ganz einfach Rückschlüsse auf die Eigenschaften Deines Bodens ziehen und auf aufwändige Laboranalysen verzichten.

Neben den Eigenschaften wie dem ph-Wert solltest Du auch wissen, ob Dein Boden eher sandig, lehmig oder tonhaltig ist. Unter  Bodenvorbereitung erklären wir, wie Du das herausbekommst und wie Du Deinen Boden jeweils aufwerten kannst.