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Gemüse ABC

Kohlrabi


Kohlrabi gehört zu den Kohlgewächsen: Bei der grünen, weißen oder rötlichvioletten Pflanze handelt es sich um eine oberirdisch verdickte Sprossachse. Kohlrabi schmeckt gekocht sehr gut, junger Kohlrabi kann auch roh gegessen werden. 

Boden & Standort

Kohlrabi hat keine großartigen Ansprüche an den Boden. Da er aber zu den Mittelzehrern gehört, solltest du in der Beetvorbereitung den Boden bereits im Herbst mit Kompost anreichern. Den Winter über ruht der Boden dann, sodass er im Frühjahr perfekt für deine Kohlrabipflanzen vorbereitet ist. Der Boden sollte gleichmäßig feucht sein. Kohlrabi benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. 

Kohlrabi gehört zu den Starkzehrern

Aussaat & Pflanzung

Kohlrabipflänzchen können ab April ins Beet
  • Saattiefe: 0,5 – 1 cm
  • Pflanzabstand: in der Reihe 25 cm, zwischen den Reihen 30 cm
  • Guten Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kopfsalat, Tomaten, Radieschen, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Lauch
  • Schlechte Nachbarn:  - 
  • Vorziehen: ab Februar
  • Auspflanzen ins Beet: Ende März/ Anfang April
  • Direktsaat ab: ab dauerhaften Temperaturen ab 18°C
  • Keimdauer: 8-14 Tage
  • Kulturdauer/Erntereif: 6-12 Wochen nach der Pflanzung
Pflanze den Kohlrabi nicht zu tief, sonst können sich keine Köpfe ausbilden.

Die besten Temperaturen zur Keimung liegen zwischen 18 und 24°C. Nach erfolgter Keimung sollten die Pflänzchen an einen etwas kühleren Ort (12-15°C) umziehen. Kälter als 12°C sollte es aber nicht werden, da sich sonst keine Knollen ausbilden.

Außerdem müssen die Setzlinge pikiert werden. Sobald sich also Laubblätter ausgebildet haben, empfiehlt es sich, die Pflänzchen zu vereinzeln. Ab März/ April kannst du die Pflanzen dann ins Freiland setzen. Folgesaaten sind noch bis Mitte Juli möglich. 

Pflanze den Kohlrabi nicht zu tief, sonst können sich keine Köpfe ausbilden.


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Pflege

Kohlrabi ist ein Mittelzehrer

Achte auf regelmäßige Bodenfeuchtigkeit- vor allem zu Beginn der Knollenbildung. Vor allem bei Trockenheit solltest du regelmäßig wässern, da die Knollen sonst holzig werden. Damit die Knollen nicht platzen, wird es angeraten, den Boden, vor allem bei starken Temperaturschwankungen zu mulchen.

Da der Kohlrabi ein Mittelzehrer ist, benötig er über die Kulturdauer eine gleichmäßige Nährstoffversorgung. Er ist aber weitaus weniger anspruchsvoll als andere Kohlarten. Am besten düngst du den Boden mit Pflanzenjauche.

Achte natürlich auch darauf, dass der Boden unkrautfrei bleibt. 

Ernte

Die abgerundeten Knollen der Kohlrabi haben, wenn sie etwa die Größe eines Tennisballs erreichen, den optimalen Erntezeitpunkt. Diese sind sechs bis acht Wochen nach der Aussaat erntereif. Deutlich größer wird die Sorte „Superschmelz“, die du dementsprechend länger im Garten lassen kannst. Schneide die Pflanze einfach unter der Knolle ab und entferne die größeren Blätter.

Tipp: Die zarten inneren Blätter sind essbar.

Die inneren Kohlrabiblätter sind essbar
Die Kohlrabi "Azur Star" bildet auffällig lila Knollen

Lagerung

Entferne das Grün und wickle deine Kohlrabi in ein feuchtes Tuch und lege sie ins Gemüsefach des Kühlschranks. So hält sich der Kohlrabi bis zu 2 Wochen. Ohne Tuch im Kühlschrank bleiben sie 2 bis 6 Tage frisch.

Krankheiten & Schädlinge

Wie bei allen Kohlgewächsen ist eine möglichst weite Fruchtfolge wichtig, da ansonsten Kohlhernie auftreten kann. 

Auch Kohlweißling, Erdflöhe, Blattläuse, Kohlfliegen oder Kohltriebrüssler können Ihre Kohlrabis besuchen, wogegen Netze am Sichersten schützen. Ferner werden die Kohlrabi gerne von der Weißen Fliege besucht, die jedoch keinen großen Schaden anrichtet.

Nährstoffe, Verarbeitung & Rezepte

Kohlrabi schmeckt sowohl roh als auch gekocht

Kohlrabi hat einen hohen Ballaststoffgehalt. Außerdem ist er eine wahre Vitaminbombe, den schon 100 gr des Gemüses decken gut 50% deines täglichen Vitamin C- Bedarfs. In den Blättern steckt besonders viel Vitamin A, welches den Cholesterinspiegel senkt und Herzerkrankungen vorbeugt. Vitamin E stärkt Haut und Haare, die Vitamine B1, B2 und B6 sind wichtig für das Nervensystem und die Durchblutung der Muskeln. 

Kohlrabi-Rezepte - mehr als nur Rohkost

Kohlrabi- Gemüse

Eine Knoblauchzehe, eine Stange Sellerie und eine Peperoni kleinhacken und bei mittlerer Hitze ca. 5 Min anschwitzen. 2 Kohlrabis schälen und in Streifen schneiden. In die Pfanne geben und mit 150 ml Gemüsebrühe und 250 ml Kokosmilch aufkochen bis der Kohlrabi bissfest ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und 1-2 EL Zitronensaft hinzugeben. Einen Bund Petersilie fein hacken und daruntermischen. Nach Bedarf kann das Kohlrabigemüse auch teilweise püriert werden!

Kohlrabi-Schnitzel

2 Kohlrabi schälen und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. In Salzwasser für 5 Min kochen. Mische einen Teig aus 200 ml Kokosmilch, jeweils einem gehackten Bund Dill, Schnittlauch und Petersilie, etwas Salz und Pfeffer und einem Schuss Mineralwasser. Kohlrabischeiben erst in Mehl, dann in der Milch und anschließend in Semmelbröseln wenden. Die Schnitzel in heißem Öl von beiden Seiten ausbraten. Schmecken lassen!

Gefüllter Kohlrabi

4 große Kohlrabiknollen schälen und in Salzwasser ca. 30 Min kochen. Dann mit einem Teelöffel aushöhlen. Jeweils 150 gr Möhren und Lauchzwiebeln waschen und klein hacken. 125 gr Buchweizen abspülen und in etwas Öl andünsten. Gemüse und 1-2 EL Curry hinzufügen. Mit 0,5 l Gemüsebrühe ablöschen und 30 Min aufquellen lassen. 100 gr körnigen Frischkäse (vegan) dazumischen und die Kohlrabis mit der Mischung füllen. Kohlrabis in eine Auflaufform geben und mit 100 gr Sojasahne und (veganem) Käse bestreuen. Im Ofen 20 Min bei 180°C backen. Fertig!

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