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Gemüse ABC

Chinakohl

Chinakohl nennt man auch Pekingkohl, Selleriekohl oder Japankohl. Seine Farbe ist weiß bis blassgrün, die äußeren Blätter sind oft kräftig grün. Er ist geadert wie Wirsing und kann auf vielfältigste Weise zubereitet werden. Unter anderem kann man ihn auch sehr gut roh im Salat verwenden. Die Haupterntezeit liegt im Oktober, er lässt sich jedoch auch hervorragend kühl und dunkel einlagern, so dass man bis zum Frühjahr von ihm essen kann. Da er wenige Senföle beinhaltet, ist er mild im Geschmack und sehr knackig.

 

Standort & Boden

Chinakohl benötigt teifgründige, lockere und gehaltvolle Böden. Empfohlen wird ein ph-Wert von 6 bis 7. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Achte darauf, dass der Chinakohl windgeschützt ist. Er ist ein Starkzehrer und benötigt sehr viel Wasser. Aber achte darauf, dass keine Staunässe entsteht. 

Aussaat & Pflanzung

Chinakohl braucht viel Wasser

Die Aussaat von Chinakohl sollte Ende Juli erfolgen, denn er neigt zum Schießen, sät man ihn früher aus, bei späterer Aussaat ist der Ernteerfolg ungewiss. Gib etwas Kompost in das Pflanzenloch. Nach der Keimung wird er auf einen Pflanzabstand von circa 30 cm und auf einen Reihenabstand von 40 cm vereinzelt. Alternativ lege direkt zwei bis drei Saatkörner in einem Abstand von 30 cm in den Boden. Achte darauf, die Pflanzen gerade am Anfang nicht austrocknen zu lassen und immer gut zu gießen

 

  • Saattiefe: 1-2 cm
  • Pflanzabstand: 30-40 cm
  • Guten Nachbarn: Möhre, Salat und Spinat
  • Schlechte Nachbarn: Radieschen, Rettich
  • Vorziehen: nicht nötig
  • Auspflanzen ins Beet: Mitte/ Ende Juli
  • Direktsaat ab: Mitte/ Ende Juli
  • Keimdauer: 6-8 Tage
  • Kulturdauer/Erntereif: 80-90 Tage


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Pflege

Dünge den Chinakohl gut

Achte darauf, dass der Boden vor der Aussaat oder Pflanzung gründlich gelockert wurde und ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Dies kann neben Kompostgaben etwa über eine Düngung mit Hornspänen erreicht werden. Auch ist darauf zu achten, dass Du einen Platz auswählst, auf dem vorher keine Kohlsorte gewachsen ist, um Kohlhernie zu vermeiden.

Wenn der Chinakohl seinen Kopf bildet, sollte er feucht gehalten werden, da er in dieser Zeit mehr Wasser benötigt.

Ernte

Die Ernte von Chinakohl erfolgt hauptsächlich im Oktober, wenn die Köpfe ganz geschlossen sind. Hierzu schneide den kompletten Kopf nah am Boden ab und entferne gegebenenfalls die äußeren Blätter. Du kannst auch eine frühere Ernte ausprobieren, denn Chinakohl treibt immer wieder nach, so dass Du auch nach der Haupternte noch weiter Blätter ernten kannst. Für die Einlagerung empfiehlt sich die Ernte mitsamt dem Wurzelballen.

Ernte den Chinakohl ab Oktober

Aufbewahrung

Wenn man den Chinakohl im Spätherbst erntet, empfiehlt es sich ihn mit dem Wurzelballen zu ernten und in feuchtes Papier einzuschlagen. Kühl gelagert kann er sich bis zum Frühjahr halten, wobei die äußeren Blätter dann zu entfernen sind.

Krankheiten & Schädlinge

Folgende Schädlinge können den Chinakohl während seines Wachstums befallen: Erdflöhe, Kohlfliege, Blattläuse, Kohlweißlingsraupen und die Kohlmottenschildlaus. Die Gefahr der Kohlhernie tritt überall dort auf, wo zu intensiv Kohl angebaut und keine Fruchtfolge eingehalten wird. Ebenso können Bakterienfäule oder zu Beginn auch Keimlingskrankheiten auftreten.

Nährstoffe, Verarbeitung & Rezepte

Als Kimchi schmeckt Chinakohl hervorragend

Die Senföle im Chinakohl sorgen für ein stabiles Immunsystem. Zwar steckt im Chinakohl nicht so viel Vitamin C, wie in anderen Kohlsorten. Dafür verfügt er über einen großen Anteil an Vitaminen der B-Gruppe und über das zellschützende Vitamin E. Die vielen sekundären Pflanzenstoffe, wie Flavonoiden, Chlorophyll und Phenolen wirken als Radikalfänger. 

Bereite ihn am besten roh zu. Dann profitierst du am meisten von den Nährstoffen. Im Gegensatz zu anderen Kohlarten ist er leicht verdaulich. 

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