5 Tipps für eine abwechslungsreiche Ernährung und Lebensweise

Kleine Veränderungen im Alltag können dabei helfen, Ernährung und Lebensweise abwechslungsreich zu gestalten. Wir haben fünf einfach umzusetzende Tipps für dich zusammengestellt, die sich gut in deinen Alltag integrieren lassen.

1. Gemüse fermentieren

Gemüse haltbar machen und neue Aromen entdecken

Der Prozess der Fermentation ermöglicht dir nicht nur, deine Ernte haltbar zu machen, sondern sorgt auch für ganz neue Geschmacksrichtungen. Bei der Fermentation werden organische Stoffe mithilfe von Mikroorganismen umgewandelt. Viele bekannte Lebensmittel entstehen durch Fermentation – darunter beispielsweise Sauerkraut, Sojasauce, Sauerteig, Wein und Käse.

Bei der Fermentation von Gemüse wandeln Milchsäurebakterien vorhandene Kohlenhydrate unter anderem in Milchsäure um. Dadurch verändert sich nicht nur der Geschmack, sondern das Gemüse wird auch länger haltbar. Je nach Gemüse und Fermentationsprozess können sich während der Fermentation außerdem Zusammensetzung und Gehalt verschiedener Inhaltsstoffe verändern.

Wie das wohl schmeckt? Fermentieren ist nicht nur lecker, sondern auch spannend

 

2. Goldene Milch anrühren

Kurkuma und Ingwer: Würziges Wurzel-Duo aus Asien

Die beiden Wurzeln aus Asien haben sich inzwischen auch in unseren Supermarktregalen einen Namen gemacht. So stolpert der Blick in der Frischeabteilung zum Beispiel über Ingwershots mit Zitrone und Honig oder das Auge entdeckt Zutaten für die Goldene Milch im Gewürzregal. Kurkuma und Ingwer gehören beide zur Familie der Ingwergewächse und bringen mit ihren charakteristischen Aromen ordentlich Würze ins Glas.

Kurkuma ist vor allem für seine intensive gelb-orange Farbe und sein würziges, leicht erdiges Aroma bekannt. Die auch als Gelbwurzel bezeichnete Pflanze enthält den natürlichen Farbstoff Curcumin. Dieser sorgt nicht nur für die charakteristische Farbe von Kurkuma und Currymischungen, sondern färbt – wenn man nicht aufpasst – auch Hände und Textilien intensiv gelb-orange.

Kurkuma hat zudem eine lange Verwendungstradition und spielt unter anderem in verschiedenen asiatischen Küchen eine wichtige Rolle. Zusammen mit Ingwer lässt es sich beispielsweise zu einer aromatisch-würzigen Goldenen Milch verarbeiten.

 

Ingwer und Kurkuma gibt es gemahlen – nutze aber auch frische Bio-Knollen

 

Auch die mit Kurkuma verwandte Ingwerpflanze ist für ihr charakteristisches, scharf-würziges Aroma bekannt. Verantwortlich dafür sind unter anderem die enthaltenen Gingerole und Shogaole. Ingwer lässt sich vielseitig verwenden und wird beispielsweise frisch oder getrocknet zum Würzen von Speisen oder als aromatisches Heißgetränk zubereitet.

Aber wie kann man diese intensiv schmeckenden Knollen am besten zubereiten und genießen?

 
 

Inas Rezepttipp:

Goldene Milch mit Ingwer und Kurkuma

Du brauchst für 2 Portionen:

  • 2 cm (Bio-)Kurkuma- Knolle
  • 3-5 cm (Bio-)Ingwer Knolle (je nach Schärfegrad)
  • 400 ml Getreidemilch
  • 2 TL Honig
  • 1 TL Zimt
  • etwas Pfeffer 

So geht’s: 

Der Ingwer und die Kurkumaknolle sollten bestenfalls in Bio-Qualität verwendet werden, dann kannst du auch die Schale ohne Bedenken mitverarbeiten. Ingwer und Kurkuma werden klein gehackt oder mit einem Stabmixer und etwas Getreidemilch püriert. Ingwer, Kurkuma und Getreidemilch zusammen aufkochen. Meine liebste Milch dafür ist Hafermilch. Kuhmilch funktioniert übrigens nicht – sie flockt wegen der Säure des Ingwers aus. Den Mix etwa eine Minute köcheln lassen, Zimt und ein klein wenig Pfeffer unterrühren und für 10 Minuten auf der warmen Herdplatte ziehen lassen. Die goldene Milch in Tassen abseihen. Jeweils einen TL Honig pro Tasse hinzugeben und am besten morgens zum Start in den Tag genießen!

Tipp:
Wenn du nur eine Tasse trinkst, dann bewahre dir den Rest in einem Schraubglas für den nächsten Tag auf, dann brauchst du es nur noch aufwärmen. Die Ingwer und Kurkuma Reste kannst du in deinem nächsten Brot verbacken oder eine Gemüsepfanne damit würzen. 

3. Sprossen und Keimlinge ziehen

Kleine Keimlinge von der Fensterbank

Wenn während der kalten Jahreszeit weniger im Garten zu tun ist, kannst du bequem auf der Fensterbank oder in deiner Küche Sprossen und Keimlinge ziehen. Je nach Pflanzenart sind sie bereits nach wenigen Tagen verzehrfertig und bringen mit ihren unterschiedlichen Aromen Abwechslung auf den Teller. Eine große Auswahl an Sprossen und Keimlingen findest du im meine ernte Shop und kannst dich so durch verschiedene Sorten probieren und deine Lieblingssprosse kennenlernen. In einem Sprossenglas gedeihen deine Keimlinge je nach Sorte in nur ein paar Tagen. 

Was steckt in Sprossen und Keimlingen?

Während der Keimung laufen im Samen verschiedene Stoffwechselprozesse ab und seine Zusammensetzung verändert sich. Sprossen und Keimlinge enthalten je nach Pflanzenart unterschiedliche Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Welche Inhaltsstoffe und Mengen enthalten sind, hängt unter anderem von der verwendeten Saat und dem Entwicklungsstadium der Pflanze ab.

Und lecker sind die kleinen Keimlinge allemal: Sie geben Salaten, Broten oder Wraps eine frische, knackige Note. Auch als Beigabe zu Suppen oder Eintöpfen sorgen sie für Abwechslung auf dem Teller.

 
 

Sprossen ziehen – so gelingt die Anzucht zu Hause

4. Gerstengras wachsen lassen

Junges Grün – kinderleicht anzubauen

Gerstengras, das auch als Smoothiegras bekannt ist, kannst du in der kalten Jahreszeit ganz einfach in deinen eigenen vier Wänden anpflanzen. Bereits nach etwas mehr als einer Woche können die jungen Triebe der Gerste geerntet werden und beispielsweise Smoothies, Salate oder Gemüsesäfte ergänzen.

Gerstengras enthält verschiedene Pflanzenstoffe sowie je nach Anbau und Entwicklungsstadium unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe. Auch Eiweiß und Ballaststoffe sind Bestandteile der jungen Gerstenpflanze. Welche Inhaltsstoffe und Mengen tatsächlich enthalten sind, kann dabei variieren.

Frisches Gerstengras kannst du ganz einfach selbst wachsen zu lassen. Nach wenigen Tagen kannst du die jungen Halme ernten und beispielsweise für Smoothies, Säfte oder andere Gerichte verwenden.

 
 
 

Natalie aus dem meine ernte Team baut Gerstengras frisch zu Hause an. Das geht ganz einfach: Bereits nach wenigen Tagen können die jungen Halme geerntet werden. Frisches Gerstengras enthält unter anderem Ballaststoffe und lässt sich beispielsweise für Smoothies, Säfte oder andere Gerichte verwenden.

5. Waldbaden

Mehr als nur spazieren gehen

Wenn du aufgrund der Arbeit oder der Temperaturen viel Zeit in Innenräumen verbringst, kann ein Ausflug nach draußen eine schöne Abwechslung sein. Waldbaden bedeutet, bewusst Zeit im Wald zu verbringen und die Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Lausche den Geräuschen, nimm die Gerüche wahr und lass den Blick durch die Baumkronen schweifen. Besonders intensiv kannst du die Umgebung erleben, wenn du dir dafür Zeit nimmst, bewusst still bist und auch dein Smartphone einmal im Ruhemodus bleibt. Und ganz nebenbei freuen sich darüber auch die Waldbewohner.

Gönn dir eine Auszeit im Wald und lass bei einem ausgedehnten Spaziergang einfach mal die Seele baumeln!

 
 
Der Wald gibt uns viel – besuche ihn bewusst und in Stille

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