Saftkur und Saftfasten – Erfahrungen, Tipps und Rezepte

Beim Saftfasten werden für einen begrenzten Zeitraum überwiegend oder ausschließlich Säfte getrunken. Wenn dir dein Garten Obst und Gemüse im Überfluss liefert, kannst du mit einem Entsafter ganz unterschiedliche Saft-Kreationen ausprobieren. Alternativ gibt es fertig zusammengestellte Saftkuren zu kaufen. Natalie aus dem meine ernte Team hat beide Varianten mehrfach ausprobiert und berichtet von ihren persönlichen Erfahrungen. Außerdem gibt sie Tipps zur Zubereitung und dazu, was du beim Saftfasten beachten solltest.

 

Fasten ist nicht gleich Fasten

Unter dem Begriff Fasten werden unterschiedliche Formen des zeitweisen Verzichts auf bestimmte Lebensmittel oder Mahlzeiten zusammengefasst. Je nach Fastenmethode unterscheiden sich Dauer, Ablauf und die erlaubten Lebensmittel und Getränke.

Bekannte Formen sind beispielsweise Intervallfasten, Basenfasten oder Heilfasten. Auch die Schrothkur gehört zu den traditionellen Fastenmethoden. Während bei einigen Formen die Nahrungsaufnahme zeitweise stark eingeschränkt wird, geht es bei anderen vor allem darum, bestimmte Lebensmittel oder Essenszeiten zu begrenzen.

Tipp für Fasten-Anfänger: Gut informiert starten

Wenn du zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum fasten möchtest, solltest du dich vorab über die gewählte Fastenmethode und ihren Ablauf informieren. Es gibt beispielsweise begleitete Fastenkurse, die eine strukturierte Anleitung bieten.

Insbesondere bei längerem oder stark eingeschränktem Fasten sowie bei bestehenden Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei der Einnahme von Medikamenten sollte vorab ärztlicher Rat eingeholt werden.

 

Saftfasten mit Obst- und Gemüsesäften

 

Saftfasten mit Obst- und Gemüsesäften

Beim Saftfasten wird für einen begrenzten Zeitraum auf feste Lebensmittel verzichtet. Stattdessen werden beispielsweise frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte, Wasser, ungesüßte Kräutertees und klare Gemüsebrühen getrunken.

Obst- und Gemüsesäfte enthalten je nach verwendeten Zutaten unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe. Gleichzeitig unterscheidet sich ihre Zusammensetzung deutlich von der der ganzen Früchte und Gemüse – unter anderem, weil beim Entsaften ein Teil der Ballaststoffe zurückbleibt.

Da beim Saftfasten die Auswahl und Menge der Lebensmittel stark eingeschränkt wird, eignet es sich nicht als dauerhafte Ernährungsform. Wer über einen längeren Zeitraum fasten möchte oder gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte vorher ärztlichen Rat einholen.

Langsam starten

Wenn du Saftfasten ausprobieren möchtest, starte mit einem kurzen Zeitraum und achte darauf, wie du dich dabei fühlst. Auf pauschale Empfehlungen wie „drei Tage“, „eine Woche“ oder „maximal drei Wochen“ würden wir verzichten, da die geeignete Dauer von der individuellen Situation und der konkreten Form des Fastens abhängt.

Tipps zum Saftfasten

Ernährungswissenschaftlerin Ina aus dem meine ernte Team rät:

  1. Kombiniere Obst und Gemüse. Wenn du deine Säfte selbst zubereitest, kannst du verschiedene Gemüse- und Obstsorten miteinander kombinieren und den Gemüseanteil nach deinem Geschmack variieren.
  2. Trinke deinen Saft in Ruhe. Auch wenn Saft schneller getrunken ist als eine Mahlzeit gegessen, lohnt es sich, sich dafür Zeit zu nehmen und ihn bewusst zu genießen.
  3. Achte darauf, wie du dich fühlst. Eine größere Menge an Obst- und Gemüsesäften wird nicht von jedem gleich gut vertragen. Treten Beschwerden oder deutliches Unwohlsein auf, solltest du das Fasten beenden und bei Bedarf ärztlichen Rat einholen.

Wenn du dein Obst und Gemüse selbst anbaust, kannst du einen Teil deiner Ernte auch zu frischen Säften verarbeiten. Wir haben einige Gemüse- und Obstsorten zusammengestellt, die sich gut zum Entsaften eignen:

Gemüse zum Entsaften:

  • Blattgemüse wie Mangold, Spinat und Grünkohl
  • Möhren
  • Rote Bete
  • Tomaten
  • Gurken
  • Paprika
  • Zucchini
  • Kohlrabi
  • Lauch
  • Sellerie
  • Pastinake

Obst zum Entsaften: 

  • Orangen und Zitronen ohne Schale
  • Äpfel
  • Ananas
  • Blaubeeren
  • Birnen
  • Brombeeren
  • Aprikosen
  • Pflaumen
  • Himbeeren
  • Weintrauben

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Saftkur bestellen vs. Selbst entsaften

Natalies Praxistest

Natalie aus dem meine ernte Team hat das Saftfasten erstmals vor den Garten-Saisoneröffnungen 2019 ausprobiert. Da die Zeit rund um die Eröffnungen bei uns besonders turbulent ist, hat sie sich für eine unkomplizierte Variante entschieden und eine fertig zusammen gestellte Saftkur im Internet bestellt. Das Saftfasten hat ihr so gut gefallen, dass sie sich anschließend einen eigenen Entsafter angeschafft hat. Seitdem bereitet sie ihre Säfte auch selbst zu und macht alle zwei bis drei Monate eine Saftkur.

 
 

Fertig-Saftkuren sind besonders praktisch

Frischer geht’s nicht: Der Entsafter bei Natalie im Einsatz
Vorteile Saftkur Vorteil von selbst gepressten Säften
  • geringer Zeitaufwand – Flasche auf, in Ruhe trinken, fertig
  • saubere Angelegenheit – das Reinigen eines Gerätes entfällt
  • geschmackliche Vielfalt – die meisten fertigen Saftkuren bieten über den Tag hinweg wechselnde Säfte, die auf den Bedarf des Körpers abgestimmt sind
  • ausgewogene und getestete Rezepturen

 

  • Zusammenstellung individuell nach Geschmack anpassbar
  • ideal für Gärtner um eigenes Gemüse und Obst zu verarbeiten 
  • bei Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ist keine Verkaufsverpackung erforderlich
Nachteile Saftkur Nachteil selbst gepresster Säfte
  • meist etwas kostenintensiver, als Gemüse und Obst zum selber pressen
  • Geschmacksrichtungen nur bedingt variierbar – bei einigen Herstellern kann man sich aus den vorhandenen Geschmacksrichtungen seine Saftkur zusammenstellen
  • einmalige Investition in eine qualitativ hochwertige Saftpresse
  • nichts für Bequeme – selber pressen ist aufwändiger, da Obst und Gemüse gewaschen, gereinigt, ggf. entkernt und auch der Entsafter gereinigt werden muss
fertige Saftkuren sind geeignet für Ein eigener Entsafter ist geeignet für
  • alle, die gern mal eine Saftkur ausprobieren möchten
  • alle, die wenig Zeit haben
  • alle, die gern regelmäßig eigene Saftkreationen ausprobieren möchten
  • alle, die selber Obst und Gemüse anbauen und daher die Basis für die Säfte schon zu Hause haben
 

Natalies Fazit: 

Das Saftfasten hat mir ausgesprochen gut getan. Ich habe mich wacher und fitter gefühlt und konnte lästige Gewohnheiten wie das Verlangen nach Süßigkeiten eindämpfen. Eine bestellte Saftkur spart enorm Zeit und das Reinigen entfällt, aber mit dem eigenen Entsafter kann man, vor allem, wenn der eigene Garten reichlich Ernte bringt, experimentieren. Säfte selber machen, macht auch Kindern Spaß und schmeckt ihnen super.

Natalie, meine ernte Gründerin

 

Saftkuren von Kale & Me

Du möchtest eine Saftkur ausprobieren? Wir empfehlen die Saftkur von unserem Partner KALE AND ME

Die Selleriekur von Kale & Me ist, wie alle deren Saftkuren, nicht nur lecker und abwechslungsreich. Die Säfte werden in der eigenen Manufaktur im Hamburger Alten Land produziert. Sie sind kaltgepresst und mit dem HPP-Verfahren haltbar gemacht, sodass wertvolle Vitamine und Nährstoffe erhalten bleiben. Das Hamburger Unternehmen setzt zudem auf Nachhaltigkeit. Die BPA-freien Flaschen bestehen aus 100 % recyceltem und recyclebarem PET, die Kale & Me auch kostenneutral zurücknimmt, um sie zu neuen Flaschen zu verarbeiten. Für die Kühlung werden statt Styropor-Behältern verpresste Strohmatten verwendet. Das nennen wir gut durchdacht. 

Du möchtest die KALE AND ME Säfte ausprobieren?

 

Rezepte für Gemüse-Säfte

In einem Hochleistungs-Entsafter kannst du viele Obst- und Gemüsesorten als Ganzes verwenden. Bei Steinobst wie Aprikosen und Pflaumen solltest du die Kerne zuvor entfernen. Gewürze und Kräuter lassen sich ebenso entsaften. Füge zunächst wenige Blätter hinzu und finde deinen Lieblingsgeschmack heraus! 

Grüner Power-Saft 

(ergibt 2 Portionen) 

  • 2 Äpfel
  • 4 Aprikosen
  • 1 Handvoll Mangold (nur der Blattanteil) 
  • 1 Handvoll Grünkohl 
  • einige Blätter Zitronenmelisse

Beeren-starker Saft 

(ergibt 2 Portionen) 

  • 300 g Himbeeren
  • 200 g rote Johannisbeeren
  • ½ Schlangengurke
  • 2 Kiwis 
  • etwas Petersilie

Frische-Kick

(ergibt 2 Portionen) 

  • 8 Möhren
  • 2 Orangen ohne Schale
  • 1 Daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Äpfel 
  • etwas Kurkuma 

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