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Gemüse ABC

meine ernte bietet bundesweit bepflanzte Gemüsegärten zum Mieten an. Hier im Gärtnerwissen erhälst Du wertvolle Tipps, die Du direkt in Deinem eigenen Garten oder im Miet-Gemüsegarten umsetzen kannst:

Rosenkohl

Der Rosenkohl ist eine Sonderform des Gemüsekohls und als Herbst- und Wintergemüse sehr beliebt. Frühe Sorten können ab September geerntet werden,  einige Sorten vertragen Temperaturen bis -10°C und stehen bis Dezember. Geerntet wird nicht die gesamte Pflanze, wie bei Kopfkohlsorten, sondern die bis zu 5 cm großen Knospen, die sich an einem bis zu 70 cm hohen Stängel bilden.
Im meine ernte Gemüsegarten solltest Du eine frühe Sorte wählen, damit du noch vor Saisonende ernten kannst.

Aussaat & Pflanzung

Rosenkohl kann von April bis Mai vorgezogen werden. Bis Ende Juni ziehen die Jungpflanzen dann in das Beet um. Pflanze den Kohl im Abstand von 40 x 70 cm so tief ein, dass die Erde bis zu den Keimblättern reicht.

Grünohr-Tipp für Gartenneulinge
Rosenkohl verträgt Frost bis etwa -10°. Geerntet werden sollte er aber nur in frostfreien Phasen.

Alter Hase-Tipp für erfahrene Gärtner
Ist die Ernte bis November geplant, so sollte etwa 6 Wochen vorher die Terminalknospe gekappt werden. Bei späterer Ernte hat dies keinen positiven Effekt mehr, die Pflanzen werden dadurch dann sogar frostempfindlicher.

Pflege

Halte die Jungpflanzen unkrautfrei und gieße diese anfangs regelmäßig. Später wurzeln die Pflanzen tief genug, um genügend Wasser aus den tieferen Bodenschichten zu beziehen. Lockere regelmäßig den Boden, das fördert das Wurzelwachstum der Pflanze und erhöht die Standfestigkeit. Sobald sich die ersten Röschen in den Blattachseln bilden, kappe die Terminalknospe der Pflanze. Diese Maßnahme fördert ein gleichmäßiges Heranreifen der Knospen. Kranke Knospen sollten regelmäßig entfernt werden.

Ernte

Bei frühen Sorten kannst Du den Rosenkohl bereits ab September ernten, wenn die Knopsen eine ausreichende Größe erreicht hat.
Schneide die Knospen mit einem scharfen Messer von unten nach oben einzeln ab, und lasse die kleineren Röschen zunächst weiterwachsen. Entferne anschließend den Strunk samt Wurzel aus der Erde, damit sich keine Krankeiten bilden.
Sind die Knospen gleichmäßig ausgebildet, kannst Du auch den ganzen Stängel abschneiden und die Röschen an ihm belassen. So ist der Rosenkohl etwas länger lagerfährig.

Auch der Strunk ist essbar und erinnert nach dem Schälen geschmacklich an Kohlrabi.

Aufbewahrung

Rosenkohl ist im Gemüsefach des Kühlschrankes recht lange lagerfähig. Sollten sich die äußeren Blätter der Knospen verfärben und welken, entferne diese einfach vor der Zubereitung. Bedenken sollte man, dass der Kohl Vitamine verliert, wird er zu lange gelagert.

Krankheiten und Schädlinge

Wie bei allen Kohlsorten kann bei nicht eingehaltender Fruchtfolge Kohlhernie auftreten.
Zudem wird Kohl gerne von Insekten aufgesucht, die Eier ablegen. Dies können Kohlweißlinge sein, gegen deren Larven der Rosenkohl jedoch Schutzmechanismen besitzt. So sendet er beispielweise Durftstoffe aus, die natürliche Feinde anlocken. Wir empfehlen die regelmäßige Kontrolle Ihres Kohls und vorbeugend Schutznetze, die auch vor Vögeln, Blattläusen oder Kohlfliegen schützen.
Manchmal wird der Rosenkohl von der Weißen Fliege besucht, die jedoch keinen großen Schaden anrichtet.

Nährstoffe

Rosenkohl enthält sehr viel Vitamin-C und ist wie alle Kohlsorten sehr ballaststoffreich. Zudem enthält Rosenohl Vitamin A und B, Folsäre, Betacarotin, Kalium und Calcium.

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