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Mein Kräutergarten

Kresse

Streichelweich wächst sie als dichtes grünes Polster auf nasser Watte, in kleinen Pappschachteln oder Anzuchtschalen. Sie dekoriert kalte Platten, gekochte Eier und Salate. Kresse ist ein wenig beachtetes Kraut, gehört aber wahrscheinlich zu den frühesten Kindheitserinnerungen eines jeden späteren Gärtners. Sie ist unkompliziert zu ziehen, keimt so schnell, dass man ihr fast beim Wachsen zusehen kann und fein gezupft passt sie zu fast allen herzhaften Gerichten. Aber Kresse ist mehr als essbares Konfetti.

Wenig bekannt und unterschätzt sind ihre Qualitäten als Heilkraut. Die Kresse steckt voller gesunder Inhaltsstoffe und Vitamin C. Holen wir die Kresse aus der Dekoecke und pflanzen leckere und gesunde Kresseteppiche so weit das Auge reicht! Es ist ein Kinderspiel und eine Freude für Groß und Klein!

Standort & Boden

Zartes Pflänzchen in Watte gepackt

Kresse ist wirklich denkbar anspruchslos. Sie toleriert alle Böden, keimt sogar auf feuchtem Küchenpapier und auf Watte. Das geht so gut, weil wir die Kresse meistens jung als Keimlinge ernten, bevor Mangelerscheinung in der Pflanze überhaupt erst auftreten können. Schimmel und Krankheitserreger können der zarten Kresse allerdings zusetzen, weshalb bei der Indoorpflanzung ein keimfreies Substrat angeraten ist. Dies sind ohne Vorbehandlung saubere Watte und Zellstoff, also Küchentücher und Co. Erden sollte man zur Sterilisation auf einem Backblech ausgebreitet bei 120 Grad Celsius eine halbe Stunde backen. Für das Freiland gilt dies selbstverständlich nicht.

Wer Kresse im Freiland pflanzt und groß werden lassen möchte, kann ihr gerne einen lockeren und gut gedüngten Boden anbieten. Sie dankt es dann mit erhöhter Samenproduktion und kräftigem Wuchs.

Kresse hat an die Lichtverhältnisse bescheidene Ansprüche. Sie gedeiht im Halbschatten ebenso gut wie an der vollen Sonne. Dort jedoch musst du besonders auf gute Bodenfeuchte achten.

Aussaat & Pflanzung

Dicht gestreut, nicht bereut!

Es macht Spaß, die kleinen, feinen, schwarz glänzenden Samen der Kresse dicht auf den Pflanzgrund zu streuen. Weil du die Kresse quasi massenhaft und frühzeitig erntest, brauchst du keine Rücksicht auf viel Platz für die einzelnen Pflanzen zu nehmen. Streue sie aber so, dass die Samen nicht übereinander liegen. Kresse ist ein Lichtkeimer und sollte allenfalls dünn mit Substrat bestreut werden. Halte die Saat durchgehend feucht.

  • Saattiefe: Lichtkeimer, nur dünn mit Substrat bestreuen
  • Pflanzabstand: Kresse wird dicht an dicht gesät, es ist kein besonderer Abstand einzuhalten
  • Direktsaat ab: ganzjährig möglich, dies gilt auch für das Freiland, kurze Winterpause bei Bodenfrost
  • Keimdauer: vier Tage
  • Kulturdauer/Erntereif: wenige Tage, nachdem die Sprossen sich gezeigt haben

Die Herzform der Saatscheibe unterstreicht, was eh schon auf der Hand liegt: Diesen unkomplizierten Alleskönner muss man einfach gern haben. Dank fester Saatabstände ist der Kresseanbau hier extra-einfach und gelingt im Handumdrehen auf der Fensterbank. Die hübschen Kresseherzen sind damit auch das perfekte Geschenk für alle großen und kleinen Gärtner, die ihrem Essen in wenigen Tagen beim Wachsen zusehen wollen und schnelle Erfolgserlebnisse zu schätzen wissen.

Pflege & Düngung

Mag nasse Füsse

Kresse ist überaus bescheiden und braucht nicht viel Pflege. Zur Keimung ist es aber unbedingt notwendig, dass du den Boden ständig feucht hältst.

Ernte

Einfach mal Kresse halten!

Das Reizvolle an der Kresse ist, dass wir sie schon frühzeitig ernten können. Bereits nach vier Tagen sind die kleinen Pflänzchen hoch genug, um sie mit einer Schere in Bodennähe abzuschneiden. Ausgewachsene Kresse sieht man selten, aber man kann sie durchaus essen. Sie ist dann nicht so zart und frisch, aber ihr kräftiger Geschmack ebenfalls sehr delikat. Es gilt, die Kresse vor der Blüte zu ernten, denn mit der Blüte verliert sie an Aroma und auch an wertvollen Nährstoffen. Vergessene Kresse, die schon zur Blüte gekommen ist, kannst du aber immer noch verwenden. Die niedlichen Kreuzblüten sind nämlich ebenfalls essbar. Auch, wenn sie nicht so ein kräftiges Aroma haben, zieren sie wie kleine Sterne deinen grünen Salat.

Kresse kann jeder zu Hause auf der Fensterbank ziehen

Aufbewahrung

Von der Hand in den Mund

Kresse ist am leckersten und am gesündesten wenn sie frisch gegessen wird. Weil die Kresse dir eher über den Kopf wächst, besteht meist keine Not, viel davon zu bevorraten. Beim Trocknen oder Einfrieren verliert sie ohnehin nahezu ihr ganzes Aroma. Wenn du aber sehr viel Kresse geerntet hast, kannst du sie in Zip-Beuteln im Kühlschrank aufbewahren. Plastikfrei geht es in trockenen Geschirrtüchern oder in Bienenwachstüchern.

Wandas Tipp: Kresse als Zwischenkultur

Weil die Kresse rekordverdächtig schnell wächst, ist sie die ideale Zwischenkultur für deine Beete. Sähe sie sofort, nachdem du deine Hauptkultur abgeernet hast. Kresse bietet gegenüber anderen Zwischenkulturen, wie z. B. Lupinen den Vorteil, dass du sie einfach aufessen kannst. Sicher wirst du in der Zwischenkultur mehr Kresse ernten können als du brauchst. Das ist kein Problem! Grabe die überschüssige Kresse einfach unter. Sie verfällt dort langsam und versorgt den Boden mit wertvollen Nährstoffen! Win-win für dich!   

Wanda, meine ernte Gemüsegärtnerin und Wildkräuterfreundin

Drei gute Gründe Kresse anzubauen

  1. Kresse unterstützt deine gesunde Ernährung auch im Winter
  2. Kresse ist blutgefäßerweiternd und kann damit Schlaganfällen und Herzinfarkten vorbeugen
  3. Das enthaltene Chrom in der Kresse wirkt bremsend auf dein Hungergefühl. Damit ist es wunderbar zur Unterstützung für eine Frühjahrsfastenkur geeignet

Die plastikfreien Kressesiebe sind dir ein super Helfer, um deine Kresse auf der Fensterbank oder dem Küchentisch zu ziehen. Einfach Kressesamen über Nacht einweichen, überschüssiges Wasser abgießen und abwarten. Schon nach einigen Tagen beginnen die Samen zu keimen und du kannst jederzeit frische Kresse ernten.
Tipp: Wenn du zwei Kressesiebe bestellst, kannst du zeitversetzt säen und hast dann immer frische Kresse für dein Butterbrot oder deinen knackigen Salat zur Hand. 

Krankheiten & Schädlinge

Zack! Und weg!

Kresse ist unempfindlich gegen Schädlinge und du hast sie ohnehin aufgegessen, ehe sie krank werden kann. Schimmel ist das einzige, was deiner Kresse gefährlich werden kann. Sorge für ein ausgewogenes Verhältnis aus regelmäßigem Gießen und feuchter, aber nicht nasser Erde in deiner Kressekultur.

Nährstoffe, Verarbeitung & Rezepte

Krasse Kresse!

Man höre und staune: Kresse ist nicht nur grün und niedlich! Sie enthält hohe Mengen an Kalzium und Kalium, Folsäure, Jod, Vitamin C und Eiweiß, sowie eine beachtliche Menge an Eisen. Damit ist Kresse gut für deine Knochen, dein Bindegewebe, dein Immunsystem und deine Nerven. Weil sie du sie im Haus pausenlos säen und ernten kannst, hast du auch in der an Frischgemüsen manchmal kargen Winterzeit immer frische Kresse und damit eine gehörige Dosis an Vitaminen und Mineralstoffen zur Hand.

Für Kinder

Es ist buchstäblich ein Kinderspiel, Kresse im Haus keimen zu lassen. Die Kresse kommt der Geduldsspanne von Kindern damit entgegen und sorgt für schnelle Erfolgserlebnisse beim Gärtnern. Der ideale Einsteig in die Gartenliebe! Und es lassen sich viele Behälter für die Kresseaussaat nutzen! Ein Osterbuffet schmücken halbe ausgeblasene Eier bepflanzt mit zierlichen Kressesprossen, hübsche alte Porzellantassen werden zauberhaft mit zartem Kressegrün und das Puppenhaus bekommt einen Rasen, den man essen kann.

Für einen Anschubser

Die in der Kresse reichlich enthaltenen Senföle kurbeln im Frühling deinen Stoffwechsel an und unterstützen damit Fastenkuren und sind gut gegen Frühjahrsmüdigkeit. Füge einer Gemüsebrühe einen Becher Sahne zu, schlage sie mit dem Schneebesen kräftig schaumig auf und gib dann drei Schachteln gehackte Kresse hinzu. Koche die Suppe danach nicht mehr auf, damit Vitamine und Mineralstoffe in der Kresse vital bleiben.

Für den Klassiker

Kresse auf Brot ist der Kräuterklassiker schlechthin. Einen modernen Dreh erhält dieser, wenn du ihn mit Avocado, vegetarischen Brotaufstrichen oder sogar Obst kombinierst. Belege doch einmal ein frisch gebackenes Brötchen mit Frischkäse, einer Scheibe Ananas und einer großzügigen Garnitur aus Kresse.

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