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Pflege

Wissenswertes zur Tomate

Kaum eine Gemüsepflanze wird so gerne in Deutschland angebaut wie die Tomate. Sie fand ihren Weg von Südamerika im 16. Jahrhundert nach Europa, wo sie vorerst als Zierpflanze angebaut wurde. Erst später erkannte man, wie gut ihre roten Früchte schmecken. Heute ist sie aus keiner Küche mehr wegzudenken. Es gibt sie in über 3.000 Sorten.


 

Pflege

Grundsätzlich gilt, dass Tomaten in unseren Breitengraden im Gewächshaus sicherer gelingen als im Freiland. Hier kann man ihnen höhere Temperaturen und Schutz vor Regen gewährleisten. Deshalb sollten deine Freilandtomaten einen Regenschutz haben. Du kannst, wie auf dem Bild gezeigt, eine Folie mit kleinen Löchern kaufen und diese an Stäben um die Tomaten herum befestigen. Die Löcher sind wichtig, damit die Blätter gut gelüftet werden. Alternativ kannst du auch Folienzelte verwenden, die in Gartencentern angeboten werden. Wichtig ist hierbei jedoch, dass der Schutz nicht zu eng um die Pflanze liegt, da sich sonst Kondenswasser bildet und den Sinn des Regenschutzes konterkariert.

 

Regenschutz und Tomatenstab für eine reiche Ernte

Um Tomaten mit mehr Luft und Licht zu versorgen und sie vor Krankheiten zu schützen, leitet man sie weg vom Boden in die Höhe, so dass sie eine beachtliche Größe erreichen können. Wenn sich Früchte bilden, werden sie schwer und müssen daher gut gestützt sein. Stecke rechtzeitig einen stabilen Stab neben die Pflanze und binde diese mit einer Schnur fest. Mit etwas handwerklichem Geschick kannst du auch eine Konstruktion bauen, durch die du Tomaten an einer Schnur hochleiten kannst. Im Handel sind auch spiralförmige Metallstäbe erhältlich, die du hierfür nutzen kannst.

Tomaten ausgeizen fördert die Fruchtbildung

Weil die Vegetationsperiode kurz ist und die Pflanze ihre volle Kraft zur Fruchtbildung nutzen soll, solltest du regelmäßig die Seitentriebe in den Blattachseln des Hauptsprosses entfernt. Besonders vormittags lassen sich diese leicht herausbrechen. Diesen Vorgang nennt man Ausgeizen. So konzentriert sich die Tomate auf die Fruchtbildung an einer Sprossachse. Darüber hinaus solltest du die Blätter unter den untersten Früchten entfernen, damit die Luft besser zirkulieren kann und kein Spritzwasser beim Gießen auf die Blätter gelangt. Im Freiland sollte die Pflanze 4 oder 5 Fruchtstände tragen, die dann ausreifen. Bitte gieße die Pflanze regelmäßig, so dass der Boden und die Wurzeln nicht austrocknen. Beim Gießen solltest du immer darauf achten, dass die Blätter nicht nass werden, weil sich sonst die Kraut- und Braunfäule schneller verbreiten kann.

Krankheiten & Schädlinge

Die bekannteste Krankheit bei Tomaten ist die Kraut- und Braunfäule, die früher oder später im Jahr an sehr vielen Pflanzen auftritt. Sie benötigt Feuchtigkeit, weshalb du die Pflanzen nur von unten gießen und vor Regen schützen solltest. Bei Befall rollen sich die Blätter ein und werden schwarz, später werden die Früchte braun und faulen.

Markus zeigt, was bei Tomaten zu beachten ist!