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Vorbereitung

So pflanzt und säst Du Dein Gemüse

Du willst Dein eigenes Gemüse ziehen, weil Du wissen willst, wo dein Essen herkommt und Du Spaß daran hast, Dich im Freien zu betätigen? Großartig! Damit Deiner Gartenfreude nichts im Wege steht, haben wir unsere besten Tipps für Dich zusammen gefasst. Wann und wie sollte man säen oder pflanzen, wie sollte der Boden vorbereitet sein und wie viel Platz braucht eine Pflanze eigentlich? 

Die Bodenvorbereitung

Eine gute Bodenvorbereitung ist das A&O bei der Aussaat und Pflanzung Deines Gemüses. Wir haben für Dich die wichtigsten Informationen zusammengestellt, um den Boden in Deinem Gemüsegarten optimal vorzubereiten.

Wie viel Platz benötigt mein Gemüse?

An einem kleinen Saatkorn oder einer Jungpflanze lässt sich kaum ahnen, wie viel Platz jede Pflanze benötigt, um sich voll entfalten zu können. Bei vielen Gemüsesorten steht auf der Saatgut-Packung, wieviel Platz, sprich welche Abstände, sie brauchen. Hast Du den Wert nicht zur Hand, stell Dir einfach großzügig die ausgewachsene Pflanze vor. Gib den Pflanzen tendenziell lieber erstmal etwas mehr Platz, als zu wenig.
Welche genauen Pflanzabstände Du einhalten solltest, verrät Dir unser Gemüse ABC, in dem sämtliche Gemüsesorten vorgestellt sind.


Du möchtest Dein Gemüse selbst aussäen?

Bei uns findest Du von der Andenbeere bis zur Zuckererbse viele besondere Sorten Bio-Saatgut in Demeterqualität. Darunter u. a. Raritäten wie Erdbeerspinat und Spargelsalat, eine große Auswahl Freiland-Tomaten, Paprika und Salate sowie etliche bienenfreundliche Blumen. Unsere fünf Bio Saatgut Pakete erleichtern Dir die Auswahl.

Gemüsesamen richtig aussäen

Viele Gemüsesorten können direkt ins Beet gesät und müssen nicht vorgezogen werden. Das ist sehr praktisch, vor allem, wenn im Haus wenig Platz für das Vorziehen von Pflanzen ist. Die Auswahl an Saatgut ist dabei überwältgend. Du solltest im Idealfall beim Kauf darauf achten, dass Du auf Bio-Saatgut zurückgreifst und keine Hybrid-Sorten wählst, dann kannst Du Dir für das folgende Gartenjahr Dein Saatgut selber ziehen.

1. Schritt: Eine gerade Rille ziehen

  • Es ist hilfreich, eine Schnur zu spannen, um eine gerade Rille anzulegen.
  • Nun kannst Du zum Beispiel mit dem Stiel eines Gartengeräts eine Rille ziehen
  • Die Tiefe der Rille richtet sich nach dem jeweiligen Saatgut also der Gemüsesorte. Wenn Du keinen Hinweis auf der Verpackung findest, halte Dich an diese Faustregel: Samen kommen in etwa so tief in die Erde, wie sie groß sind.

2. Schritt: Saatgut ausbringen

  • Säe das Saatgut in die Rille und beachte dabei den jeweiligen Abstand
  • Den Säabstand findest Du auf der Verpackung Deines Saatguts. Hast Du keine Angaben, stell Dir vor, wie groß Dein Gemüse/Deine Gemüsepflanze später sein wird, um zu wissen, wieviel Platz sie braucht
  • Grundsätzlich solltest Du am Anfang lieber etwas größere Abstände wählen, damit sich Dein Gemüse gut entwickeln kann

3. Schritt: Rille schließen

  • Nachdem Du das Saatgut ausgesät hast, bedecke die Samen mit Erde
  • Du kannst die Rille mit den Händen zuziehen, mit der Harke geht es jedoch schneller und bequemer
  • Drücke die Erde noch leicht an

4. Schritt: Angießen

  • Damit die Samen gut aufgehen, müssen sie besonders am Anfang kräftig angegossen werden
  • Achte beim Angießen darauf, dass Du vorsichtig und gleichmäßig wässerst und die Samen nicht wegschwemmen
  • Benutze daher eine Gießkanne mit Tülle, also einem Gießaufsatz
  • Sei nicht zu sparsam mit dem Wasser, denn die Erde muss anfangs gut feucht bleiben
  • Übrigens: Wenn Du Dein Gemüse direkt in die feuchte Erde säst, musst Du natürlich nicht gießen.
  • Um den Überblick über die Aussaaten zu behalten, empfiehlt es sich, zu markieren, wo Du was ausgesät hast. Hier kannst Du einfach selbst aus altem Plastikbesteck oder Holzstäbchen Markierungen selbst basteln oder professionelle Reihenmarkierungen kaufen und mit wasserfestem Stift beschriften
Lichtkeimer

Einige Gemüsesorten wie Kopfsalat, Sellerie oder Basilikum sind übrigens Lichtkeimer. Das bedeutet, dass Du die Samen einfach auf die Erde legst und leicht andrückst, weil sie Licht zur Keimung benötigen.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Gemüse zu säen oder zu pflanzen?

Es gibt Gemüsesorten wie Dicke Bohnen, Pastinaken und Radieschen, die schon früh gesät werden können, andere wärmeliebende Sorten, wie Tomaten, Gurken und Bohnen sollten erst nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden. Wann für welche Gemüsesorte der optimale Zeitpunkt ist verrät Dir unser Aussaatkalender sowie das Gemüse ABC.


Gemüsepflanzen richtig einpflanzen

Wenn Du Dir Jungpflanzen zuhause vorgezogen oder gekauft hast, muss das Beet nicht ganz so sorgfältig vorbereitet sein wie bei einer Aussaat.

So gehst Du vor:

Jungpflanzen richtig planzen
  1. Hebe mit der Hand oder der Handschaufel ein kleines Loch an der gewünschten Stelle aus, das in etwa der Größe des Topfes entspricht.
  2. Nimm die Jungpflanze aus dem Topf, lockere die Wurzeln und drücke sie im Pflanzloch mit Erde an. Ziehe etwas Erde über den Ballen. Der Vegetationspunkt, also die Stelle der Pflanze, an der sich neue Blätter bilden, sollte nicht mit Erde bedeckt sein.
  3. Alternativ zu Plastik- oder Tontöpfen lassen sich auch Töpfe aus organischem Material für die Anzucht verwenden, die Du einfach mit einpflanzen kannst. Die Wurzeln benötigen etwas Zeit, bis sie die Wand durchwachsen haben. Bitte achte zudem darauf, dass diese Töpfe nicht aus Torf bestehen.
  4. Übrigens: Manche Pflanzen wie Kohl oder Tomaten sollten tiefer gepflanzt werden, als sie im Topf standen. Das sorgt für einen sichereren Stand und es werden noch sogenannte Adventivwurzeln am Stängel gebildet. Bei Kohl schützt eine tiefe Pflanzung auch vor der Kohlfliege. Kopfsalat solltest Du jedoch hoch pflanzen, so dass der Ballen nur wenige Zentimeter in die Erde ragt. Die so besser durchlüfteten Köpfe können nicht so leicht faulen.
  5. Gieße Deine Pflanzen gut an.

ACHTUNG: Achte auch bei Pflanzungen auf die empfohlenen Abstände. Oft ist es beim Anblick der kleinen Jungpflanzen schwer vorstellbar, wie viel Platz diese als ausgewachsenes Gemüse benötigen.

Keine Panik, wenn die Pflanzen erstmal schlapp machen!

Auch wenn Dein Gemüse nach dem Pflanzen mehr Platz als im Anzuchttopf zur Verfügung hat, muss es sich auf die neuen Bedingungen einstellen, was Stress bedeutet. Bedecktes Wetter kann diesen Stress verringern und ist somit besseres Pflanzwetter als sehr sonnige Tage. Es ist möglich, dass Dein frisch gepflanztes Gemüse für ein paar Tage keinen optimalen Eindruck macht, bevor es einwurzelt und richtig loslegt. Man spricht hier auch vom Pflanzschock, der jedoch bald vergeht.

Alter Hase-Tipp für erfahrene Gärtner
Einige Gemüsesorten wie Radieschen, Rote Bete oder Möhren werden dichter gesät, als sie nachher auf dem Beet stehen sollen. Diese werden nach Ausbildung des ersten Laubblattes auf den gewünschten Abstand vereinzelt.

Pflanzen und Säen - z.B. des Wunschbeetes

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