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Vorbereitung

Gemüse Säen & Pflanzen

Insbesondere bei Aussaaten mit kleinen Samen ist es wichtig, den Boden gut vorzubereiten. Damit das Saatgut gute Voraussetzungen zum Keimen hat, sollte das Beet eine gleichmäßige und feinkrümelige Oberfläche haben. Harke den Boden so lange, bis Du alle gröberen Erdklumpen zerschlagen hast und das Saatbett eben ist.

Schaue im Aussaat- und Pflanzkalender nach den empfohlenen Pflanzabständen für Dein Gemüse. Ein Pflanzabstand von 40x10 bedeutet beispielsweise, dass 40cm zwischen den einzelnen Reihen und 10cm innerhalb der Reihe eingehalten werden sollen. Eine Aussaat oder Pflanzung in Reihen empfiehlt sich, da Du so zwischen den Reihen hacken kannst. Der Kalender gibt Dir auch Hinweise, welches Gemüse eher gut oder weniger gut nach einer bestimmten Vorfrucht wächst.


Du möchtest Dein Gemüse selbst aussäen?

Bei uns findest Du von der Andenbeere bis zur Zuckererbse viele besondere Sorten Bio-Saatgut in Demeterqualität. Darunter u. a. Raritäten wie Erdbeerspinat und Spargelsalat, eine große Auswahl Freiland-Tomaten, Paprika und Salate sowie etliche bienenfreundliche Blumen. Unsere fünf Bio Saatgut Pakete erleichtern Dir die Auswahl.

 

Ab wann dürfen Deine Pflanzen in das Gemüsebeet umziehen?

Wenn Du selber zu Hause auf der Fensterbank Pflanzen vorgezogen hast, stellt sich die Frage, ab wann Deine Pflanzen in den Gemüsegarten umziehen können.
Wenn es sich um frostempfindliche Pflanzen handelt, wie etwa Tomate, Aubergine, Paprika, Peperoni, Zucchini, Kürbis, Gurke oder Melone, so solltest Du unbedingt bis nach den Eisheiligen warten. Erst dann ist nachts nicht mehr mit Frösten zu rechnen und Deine Pflanzen können gut durchwachsen. Alternativ kannst Du Deine Pflanzen zunächst noch mit einem Vlies vor Kälte schützen.

Spanne eine Schnur, um eine gerade Reihe zu bekommen. Nun kannst Du etwa mit dem Stiel eines Gartengeräts eine Rille ziehen. Die Tiefe der Rille richtet sich nach der Größe des Saatguts. Als Faustregel gilt, dass Samen in etwa so tief in die Erde kommen, wie sie groß sind.

Im nächsten Schritt säe das Saatgut in die Rille. Beachte dabei den entsprechenden Abstand. Einige Gemüsesorten wie Radieschen, Rote Bete oder Möhren werden dichter gesät, als sie nachher auf dem Beet stehen sollen. Diese werden nach Ausbildung des ersten Laubblattes auf den gewünschten Abstand vereinzelt.

Nachdem Du das Saatgut ausgesät hast, bedecke die Samen mit Erde. Du kannst die Rille mit den Händen zuziehen, mit der Harke geht es jedoch schneller und bequemer. Drücke die Erde noch leicht an. Achte beim anschließenden Gießen darauf, dass Du vorsichtig und gleichmäßig wässerst und die Samen nicht wegschwemmen. Benutze daher unbedingt eine Gießkanne mit Tülle, also einem Gießaufsatz.

Einige Gemüsesorten wie Kopfsalat, Sellerie oder Basilikum sind übrigens Lichtkeimer. Das bedeutet, dass Du die Samen einfach auf die Erde legst und leicht andrückst, weil sie Licht zur Keimung benötigen.
Um den Überblick über die Aussaaten zu behalten, empfiehlt es sich, die Reihen zu markieren.

Wenn Du Dir Jungpflanzen zuhause vorgezogen oder gekauft hast, muss das Beet nicht ganz so sorgfältig vorbereitet sein wie bei einer Aussaat. Diese wird durch eine gleichmäßige Oberfläche begünstigt und wirkt sich aber auch bei der Pflanzung auf das spätere Wachstum aus.
Achte auch bei Pflanzungen auf die empfohlenen Abstände. Oft ist es beim Anblick der kleinen Jungpflanzen schwer vorstellbar, wie viel Platz diese als ausgewachsenes Gemüse benötigen.

Hebe mit der Hand oder der Handschaufel ein kleines Loch an der gewünschten Stelle aus, das in etwa der Größe des Topfes entspricht. Nimm die Jungpflanze aus dem Topf und drücke sie im Pflanzloch mit Erde an. Ziehe etwas Erde über den Ballen. Der Vegetationspunkt, also die Stelle der Pflanze, an der sich neue Blätter bilden, sollte nicht mit Erde bedeckt sein. Alternativ zu Plastik- oder Tontöpfen lassen sich auch Töpfe aus organischen Material für die Anzucht verwenden, die Du einfach mit einpflanzen kannst. Die Wurzeln benötigen etwas Zeit, bis sie die Wand durchwachsen haben. Bitte achte zudem darauf, dass diese Töpfe nicht aus Torf bestehen.

Übrigens: Manche Pflanzen wie Kohl oder Tomaten sollten tiefer gepflanzt werden, als sie im Topf standen. Das sorgt für sichereren Stand und es werden noch sogenannte Adventivwurzeln am Stängel gebildet. Bei Kohl schützt eine tiefe Pflanzung auch vor der Kohlfliege. Kopfsalat solltest Du jedoch hoch pflanzen, so dass der Ballen nur wenige Zentimeter in die Erde ragt. Die so besser durchlüfteten Köpfe können nicht so leicht faulen.

Auch wenn Dein Gemüse nach dem Pflanzen mehr Platz als im Anzuchttopf zur Verfügung hat, muss es sich auf die neuen Bedingungen einstellen, was Stress bedeutet. Bedecktes Wetter kann diesen Stress verringern und ist somit besseres Pflanzwetter als sehr sonnige Tage. Es ist möglich, dass Dein frisch gepflanztes Gemüse für ein paar Tage keinen optimalen Eindruck macht, bevor es einwurzelt und richtig loslegt. Man spricht hier auch vom Pflanzschock, der jedoch bald vergeht. Frisch gepflanztes Gemüse solltest Du kräftig angießen.

Pflanzen und Säen - z.B. des Wunschbeetes

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