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Krankheiten

Falscher Mehltau

Insbesondere an Zucchini oder Kürbis, aber auch an Salat, Rettich, Spinat oder Zwiebeln, wirst Du früher oder später Falschen Mehltau feststellen müssen. Es bildet sich an den Blattunterseiten ein grauer Pilzrasen, der sich an der Blattoberseite später mit gelben Flecken sichtbar macht, bevor das Blatt abstirbt.

 

Begünstigt durch feuchtes Wetter

Der Falsche Mehltau benötigt Feuchtigkeit, um sich ausbreiten zu können. Deswegen wird er in regenreichen Sommern früher auftreten als in trockenen, in denen es bis zum Spätsommer/Frühherbst dauern kann, bis er sich zeigt. Um den Befall hinauszuzögern, lässt sich vor allem vorbeugend etwas gegen den Falschen Mehltau unternehmen.

Vorbeugung vor Falschem Mehltau

Wähle am besten mehltautolerante Sorten aus und vermeide Überdüngung. Damit Du dem Pilz keine guten Ausbreitungsmöglichkeiten gibst, solltest Du die Pflanzen so gießen, dass die Blätter trocken in die Nacht gehen, also nur am Fuß oder früher am Tag wässern. Achte zudem auf einen ausreichenden Pflanzabstand und hacke oder jäte regelmäßig Unkraut, so dass die Luft gut zirkulieren und die Blätter abtrocknen können.

Eine Brühe aus Ackerschachtelhalm, die auch beim ersten Befall noch angewendet werden kann, stärkt die Kulturen. Hast Du keinen Ackerschachtelhalm zur Hand, kannst Du auch Pulver davon nehmen. Weiche den Schachtelhalm einen Tag in Wasser ein und koche dies dann eine halbe Stunde auf. Siebe die Pflanzen ab und besprühe die Blätter im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnt auf die Blätter.

Auch ein Mulchen des Bodens hat sich als günstig gegen Mehltau erwiesen.

Maßnahmen bei Befall

Befallene Blätter solltest Du entfernen und kompostieren. Dies verlangsamt den Befall. Eine Entsorgung im Hausmüll ist nicht notwendig, da der Pilz im Kompost nicht überdauert. Stark befallene Pflanzen solltest Du komplett kompostieren. Übrigens: Früchte von einer mit Mehltau befallenen Pflanze kannst Du bedenkenlos essen.