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Krankheiten

Kartoffelschorf

Kartoffelschorf ist eine für den Konsumenten unbedenkliche und rein optische Auswirkung eines im Boden lebenden Bakteriums. Vor allem junge Kartoffeln sind durch ihre zarte Haut angreifbar. Die Schorfbildung ist eine Abwehrreaktion auf das Streptomyces scabiei, die pustelartig auf der Kartoffeloberfläche oder als kraterähnliche eingegrabene Schadstellen auf den Knollen sichtbar wird. Auf die oberirdische Pflanze wirkt das Bakterium sich nicht aus. Schadhafte Stellen sollten vor dem Verzehr durch Schälen oder Pellen entfernt werden. Da das Bakterium im Boden überlebt und nicht an der Kartoffel selbst, sind Knollen mit Kartoffelschorf weiterhin als Saatkartoffeln geeignet.

 

Vorbeugung und Maßnahmen gegen den Befall

Neuere Züchtungen sind meist resistent gegenüber des Kartoffelschorfes. Bei älteren Sorten tritt die Erkrankung häufiger auf. 
Da die Bakterien sauerstoffliebend und vor allem die ganz jungen Kartoffeln betroffen sind, sollte ab der Zeit der Knollenbildung (zur Blütezeit) vor allem bei langanhaltender Trockenheit auf feuchten Boden geachtet werden. Durch die Bewässerung füllen sich die kleinen Lufteinschlüsse im Boden und damit ist weniger Sauerstoff für die Bakterien vorhanden.