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Foto Ei

Pünktlich zu Ostern steigt der Eierverbrauch in Deutschland wieder an.  Im Jahr 2015 hat jeder Deutsche im Schnitt 231 Eier verbraucht.  Wir möchten Ihnen heute nähere Informationen zum Thema Eier vorstellen:



 

Weiße oder Braune Eier

Ob ein Huhn braune oder weiße Eier legt, kann man nicht an der Farbe des Gefieders, sondern meistens an der Farbe der Ohrscheiben (einer kleinen Hautpartie in der Nähe der Ohren und Augen) erkennen. Sind diese weiß, so sind es in der Regel auch die Eier, bei roten Ohrscheiben legen die Hühner meist braune Eier.

Inhaltsstoffe

Eier enthalten Cholesterin, aber vor allem viele gesunde Inhaltsstoffe.  Zu diesen zählen Eiweiß, Vitamine A, D, E und K, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen sowie Fett.

Haltbarkeit

Oftmals findet sich ein Ei im Kühlschrank und man fragt sich: Ist es noch haltbar. Hierzu empfiehlt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit folgenden Tipp: Nehmen Sie ein Glas oder Messbecher und füllen sie ihn mit Wasser. Geben Sie das noch rohe Ei hinein und beobachten es. Sinkt es waagerecht auf den Boden und bleibt es liegen, ist es wahrscheinlich noch frisch. Hebt es leicht ab, ist es schon älter und womöglich nicht mehr genießbar. Schwimmt es im Wasser, sollten Sie es nicht mehr verzehren.

Foto Identifikationsnummer auf Ei

Herkunft von Eiern

Eier aus Käfig-, Boden-, Freilandhaltung, Bio-Eier: Bei der Herkunft der Eier gibt es große Unterschiede, was die Lebensumstände der Hühner betrifft.  

Der Code auf den Eiern verrät, wo sie herkommen.  Dieser beginnt mit einer Nummer. Hier steht eine 0 für Bio-Eier, eine 1 für Eier aus Freiland-, eine 2 für Boden- und eine 3 für Kleingruppenhaltung. Die folgenden Buchstaben verraten das Herkunftsland (z.B. DE für Deutschland), die anschließenden beiden Ziffern das Bundesland. Die restlichen Ziffern verraten den Betrieb und den Stall, in dem die Eier gelegt wurden. Hier können Sie genau herausfinden, wo Ihr Ei herkommt, wenn der Betrieb sich dort hat registrieren lassen: www.was-steht-auf-dem-ei.de/nc/home/was-steht-auf-dem-ei/

Doch was bedeuten die verschiedenen Haltungsformen?


Die klassische Käfighaltung in Legebatterien ist in Deutschland seit 2010 verboten und durch Kompromisse an den Tierschutz in Kleingruppenhaltung umgewandelt worden. Etwa 5 Tiere werden in einer Gruppe mit 30x30cm Platz pro Tier gehalten. Eine abgedunkelten Eiablagestelle, Sitzstangen und ein minimaler Einstreubereich sollen zumindest zum Teil artgerechtes Verhalten ermöglichen.

Bei der Bodenhaltung dürfen 9 Hennen pro Quadratmeter und 6000 Hennen pro Stall gehalten werden. Hier können die Tiere zumindest besser ihrem Trieb zum Scharren nachkommen, durch die Masse an Tieren herrscht jedoch erhöhter Krankheitsdruck und Stress für die Tiere, da sie keinen Überblick über die Rangordnung gewinnen können. Verletzungen durch ständiges Auskämpfen sind eine häufige Folge.

Bei der Freilandhaltung haben die Tiere neben dem Stall, der den Ansprüchen aus der Bodenhaltung genügen muss, zusätzlich noch Zugang zu einem Auslauf von 4m2 pro Henne, der Bäume, Sträucher oder einen Unterstand als Schutz vor natürlichen Feinden bieten soll.

Bei Bio-Eiern müssen weitere Standards eingehalten werden. Die Begrenzung auf 230 Hennen pro Hektar, 3000 Hennen pro Stall und 6 Hennen pro Quadratmeter, sowie garantierter Platz auf einer Sitzstange und dem Auslauf wie bei der Freilandhaltung sollen die Haltungsbedingungen so artgerecht wie möglich machen. Zudem muss das Futter ebenfalls ökologisch sein und sollte aus dem eigenen Betrieb kommen. Das Stutzen der Schnäbel, wie es in konventionellen Betrieben vorkommen kann, ist ebenso untersagt.